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Weißer Himmel über Berlin

Posted by Tim E. on Donnerstag, Dezember 02, 2010
Und wieder liege ich in meinem Bett und schaue gedankenverloren nach oben, aus dem Fenster, bevor ich einschlafen und mich ein wenig erholen werde.
Dort, wo ich aufgewachsen bin, ist die Nacht fast richtig dunkel, der Himmel meist schwarz, wenige Wolkenfetzen reflektieren auf der meinem Zimmer abgewandten Seite das fahle Licht der Stadt.
In Braunschweig hingegen, so musste ich am vergangenen Wochenende, als ich meine Lieblingsstadt wieder besuchte, erfahren, ist die Nacht schon heller, die Behausung jedoch auch nahe der Stadtmitte.

Hier, in Berlin, ist der Himmel auch nachts erleuchtet, orange, um genau zu sein. Zwar mischt sich immer wieder ein bisschen grau in die Wolkendecke, doch verdreckt dies die Farbe nur noch - und lässt den Himmel nicht wesentlich schöner erscheinen.

Heute ist der Himmel heller als sonst, obwohl kein Licht in meinem Zimmer brennt und auch die nächste Laterne gute 50 Meter entfernt ist, kann ich mein Möbiliar, Poster und teilweise sogar den Text erkennen.
An meinem Fenster düsen zarte, kleine Flocken vorbei, vom knallharten Wind von frischen -8°C auf gefühlte knackige -15°C gekühlt. An den Gummidichtungen bilden sich kleine Schneehäufchen, auf den Straßen türmen sich schon kleine Berge, sodass die Grenzen zwischen befahrbaren, begehbaren und nicht-begehbaren (Teichen beispielsweise) Terrains zunehmend verschwinden.

Da ich jetzt schon meine dickste Winterkluft trage und sagen muss, dass es mich ab und an doch noch ein wenig fröstelt, wünsche ich mir, dass es nicht deutlich kälter wird. Doch wahrscheinlich wird eh keiner auf mich hören, schon gar nicht jemand in der Position, das Wetter kontrollieren zu können.

Hoffentlich ist morgen alles schön weiß. Aber nicht rutschig. Und auch nicht zu kalt. Hm, das klingt alles sehr widersprüchlich.

In den letzten 2 Monaten hab ich nicht viel gebloggt. Das sollte sich ändern, aber irgendwie konnte ich mich noch nicht wirklich dazu durchringen. Wenn ich aber in 3-4 Monaten immer noch nichts geschrieben habe, dürft ihr annehmen, dass ich in einer Schneewoge verschollen oder auf einer instabilen Eisfläche eingebrochen bin und in 20.000 Jahren als Wunder der Wissenschaft geborgen werde...

Macht euch also keine Sorgen! Das wird alles super. Ansonsten wünsche ich euch viel Glück beim Bewältigen der alltäglichen Rutschpartien und eine schöne Adventskalendertürchenöffnungszeit!

Tim

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011010 - klingt binär, ist auch so.

Posted by Tim E. on Freitag, Oktober 01, 2010
Dies war mein erster Tag in meinem neuen Leben als Student. Und es fühlt sich gut an, einen Studentenausweis in den Händen halten zu dürfen, mit der Ringbahn endlose Kreise um das Zentrum zu vollführen und mit noch viel mehr Leuten über WoW, Pokémon, CoD, EtC oder pp zu reden.

Mein Stundenplan ist übersichtlich, die Zeit, die ich investieren möchte, endlos, vor Motivation platzt mir der Kragen und es laufen so viele geile Mitstudenten durch die Uni, dass alle Pläne nur großartig werden können.
Ich habe übrigens an meiner Uni schon wieder zwei Mitschüler aus meinem Jahrgang in Braunschweig getroffen - die zwar nicht in meinem Studiengang sind, aber ebenso an der Hochschule studieren. Die Welt ist einfach viel zu klein.

Nach diesem Wochenende geht es dann frisch und gestärkt richtig los. Gott, wie ich mich freue!

Omgomgomgomg *.*

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Lasset das Studium beginnen!

Posted by Tim E. on Donnerstag, September 30, 2010
Morgen ist endlich der große Tag, auf den ich nun schon über ein Jahr lang warte: Der Beginn meines Studiums!
Und so treffen sich all jene, welche dem Wissensdurst verfallen sind und ebenso den Spielen fröhnen, wie ich es tue, am morgigen Tage in dem Auditorium Maximum, um der allgemeinen Einführung zu lauschen.
Ich bin viel zu gespannt und daher aufgeregt, um mich jetzt schon schlafen zu legen, muss dies wohl aber in Angriff nehmen, wenn ich morgen nicht 1.) verschlafen und/oder 2.) zu spät kommen möchte.

Ich weiß nicht, was ihr gerade macht - aber ich gönne mir jetzt erst mal ein schönes Studium in Berlin!

Hiermit wünsche ich all den Anwesenden und mir selbst eine erholsame, gute Nacht und einen tollen Freitag... <3

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Ausgabe No. 100 - Auf in ferne Welten!

Posted by Tim E. on Donnerstag, September 09, 2010
Ich plane eine Reise. Sie soll spannend werden, Unmengen an Abwechslung bieten, mir neue Perspektiven eröffnen, das Leben von einer anderen Seite zeigen, lehrreich sein, begleitet von den verschiedensten Gemütszuständen, Menschen, Freunden.
Ich plane nicht, meine Zeit in der Ferne nur über eine Woche zu strecken. Es sollen auch nicht zwei, drei oder vier Wochen sein. Nein, auch kein Monat oder zwei, auch kein Jahr... wenn alles gut geht, werde ich mindestens 4 1/2 Jahre kontinuierlich meinen Horizont erweitern und lediglich einen Zwischenstopp nach 3 Jahren einlegen, um eine kurze Verschnaufpause einzulegen.
Meine Begleiter: Mindestens zwei alte und ein neuer Freund/e, mein Gepäck: Alles, was ich besitze.

Doch wo geht es hin? Immer nur gen Stelle zwischen Himmel und Erde wandernd, ohne klarem Ziel vor Augen, planlos? Nein.
Meine Reise verschlägt mich nach Berlin, wo ich in diesem Oktober mein lang ersehntes Studium aufnehmen werde, welches mein eigentlicher Weg und mein Ziel ist. Zusammen mit drei Freunden werde ich währenddessen in einer schnuckeligen Wohnung leben und dort hoffentlich die tollsten Abenteuer erleben, die man sich nur vorstellen darf.

Aus diesem Grund möchte ich in diesem meinem 100. Post ein neues Blog gründen, in das wir Berlinbewohner gleichermaßen unsere Geschichten und tollen Erfahrungen hineinschreiben können. Vielleicht gibt es sogar ein paar Bilder, sobald unsere Internetverbindung dies erlaubt.

Ich habe mir vorgenommen, wieder regelmäßiger zu schreiben, sowohl für diesen Blog, als auch für den anderen. Doch seid gewiss: Ich werde meinen Gedankenzirkus weiterführen.

Ich hoffe, dass euch das neue Blog gefallen wird - auch wenn es momentan noch in der Entwicklungsphase ist. Nichtsdrestotrotz präsentiere ich euch hiermit voller Stolz...

... das Mehr ohne Meer.

Liebste Grüße aus der deutschen Hauptstadt.
Tim

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Hier könnte Ihre Werbung stehen*

Posted by Tim E. on Dienstag, Juni 01, 2010
Die Luft war einfach raus. Ich hatte überhaupt keine Lust mehr. Und auch jetzt bin ich mir gar nicht mal so sicher, ob überhaupt bloggen möchte.
Das Problem dabei ist, dass ich einfach mal nichts erlebe. Ich sitz sehr viel zuhause rum, bin wenig draußen (heute ist aber auch der erste Tag, an dem mal nicht ein kalter Wind nach 12 Uhr weht), treffe wenig Leute und unternehme noch weniger. Da bieten sich einfach keine Situationen, die erwähnenswert erscheinen.
Nichtsdestoweniger ist dies mein 99. Post, und irgendwie bin ich dem dezimalen Jubiläum sehr nahe. Dass ich so kurz vor dem Etappenziel aufgebe, ist eigentlich nicht so toll.
Wahrscheinlich ist es, dass ich, dank der Ereignispause, einfach vergessen hab, wie schön es ist, über etwas zu schreiben. Ich hab einfach keine Lust mehr auf das Tippen über irgendwas.
Die Buchrezension über "Rumo" hätte ich schreiben müssen, als gerade 10 Minuten vergangen waren, seit ich den Roman aus der Hand legte, nun ist es zu spät.

In der Tat habe ich auch keine Ahnung, über was ich schreiben sollte, mein eigentlicher Ansatz hat es gerade mal in die Umfrage rechts oben geschafft. Umfrage* ptr = blog.akt_umfrage();

Aber vielleicht darf ich noch ein paar Kleinigkeiten bekanntgeben. Als erstes wäre da meine momentane Lieblingsseite, Pointless Sites, auf der ich eigentlich die Hälfte des Tages verbringe und mir den beklopptesten Scheiß anschaue. Von dort kam ich auch auf diese Seite, die Reis spendet, wenn man richtige Antworten auf Fragen gibt. Mein Englisch reicht zwar nicht aus, um Synonyme zu suchen, aber meine Mathekentnisse, um die Mathefragen zu beantworten. Damit sollte man schon mal was machen können. Ob ich in Bewerbungen unter "Besonderes Engagement" vielleicht "Langfristige Unterstützung der Hungerleidenden in Ländern der 3. Welt" schreiben kann? Ich sollte darüber nachdenken.
Ebenfalls nahelegen möchte ich meinem Leser, diese Seite zu besuchen und eine oder mehrere Giraffen für den Betreiber zu malen. Sein Ziel ist es, bis zum 1. Januar 2011 1.000.000 Bilder von handgemalten Giraffen zu sammeln (die natürlich fotografiert oder gescannt werden können). Ich fand die Idee gut und wollte eh mal vom Rechner weg, also habe ich mitgemacht.
Das hier sind meine Giraffen :3


Also: Gestaltet Giraffen! Malen, basteln, falten, kleben, klecksen, essen, total egal. Aber ne Giraffe muss es sein. Und das mein ich ernst! Ich selber habe auch schon seit gut nem Jahr nicht mehr gezeichnet, die beiden dort sind mein 8. Versuch. Also soll mir hier keiner erzählen, dass er das "nicht könne mimimi". Und wenn sie aus Gabeln gelegt ist! Giraffe machen, og, og. Und hochladen. Auf der obig genannten Adresse.
Und wer mag, darf auch gerne noch einen Kommentar zu diesem Post schreiben und den Weblink des Bildes hineinstellen.

Ich erwarte viiieeele Bilder. Enttäuscht mich nicht!

Gut, das wäre es auch schon. Jedenfalls fällt mir nichts mehr ein. Noch 65 Tage bis Wacken. Noch maximal 4 Monate bis auf eine tolle WG-Zeit mit tollen Leuten in einer tollen Stadt bei einem tollen Studiengang. Der Sommer darf kommen.

Tim


*Bei Interesse Vorschläge und Werbeangebote bitte als Einzeiler in die Kommentare schreiben.

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MESZRumoSchrecksenArbeit...ding.

Posted by Tim E. on Sonntag, März 28, 2010
Die Umstellung der Zeit erwischt mich jedes Jahr erneut in voller Härte.
Irgendwie laufe ich dann den ganzen Tag nur durch die Gegend und habe das Gefühl, etwas vergessen zu haben. Ist ja eigentlich auch nich ganz falsch. Immerhin fehlt mir eine ganze, verdammte Stunde.
Doch jedes Mal, wenn die Sommerzeit endlich wieder vorbei ist, bekomm ich es fast gar nicht mit. Ich schlafe gemütlich eine Stunde länger und fühl mich prinzipiell nur entspannter. Da kann doch etwas nicht stimmen.
Aus diesem Grunde möchte ich mal von meinen lieben Bloglesern wissen, was sie von der Sommerzeit halten. Dass sie keinen einzigen Vorteil bringt, im Sinne von Energieersparnis oder "Oh, die Sonne ist länger da, lassen wir noch die Kinder noch 'ne Stunde draußen spielen"-wasauchimmervorteil, ist weithingehend bewiesen. Vielmehr wird an dem veralteten Konzept der Sommerzeit immer noch festgehalten, weil diese sich so in Europa etabliert habe. Toll.

Ich jedenfalls bin hart gegen die SZ. Man lege mir eine Petition vor, ich unterschreibe. Und allen Lesern sei es erlaubt, ihre Stimme in Form eines Kreuzchens in meiner aktuellen Umfrage abzugeben.

Was geschah sonst? Nun, ich wollte ja über "Rumo" schreiben, doch leider ist es jetzt schon wieder so lange her, dass ich das Buch gelesen habe, dass ich gar keine Lust mehr auf eine Rezension habe. Ich bin nun auch mit "Der Schrecksenmeister" fertig, einem weiteren Buch von Walter Moers, aber das nur so am Rande. Vielleicht schreibe ich ja doch noch mal etwas sinnvolles. Aber momentan habe ich nicht die Muse für eine Rezension. Des Weiteren habe ich mir zwischendurch ein paar Pseudogedanken zum Thema Sein und der Wichtigkeit und Größe des Menschen gemacht... eigentlich auch erwähnenswert, aber bisher kam ich noch nicht dazu.

Und zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass ich nun endlich eine Arbeit habe :)

Nichts großes, aber eine (bezahlte) Erkenntniss schon wert. Ich habe nämlich angefangen, in einem Call-Center Leute anzurufen und mit ihnen Umfragen durchzuführen. Doch warum ich das mache, was ich da mache, wie ich das mache und was die Leute am Telefon machen, wie erfolgreich das Ganze ist, usw usf, das erzähle ich in einer anderen Geschichte.
Es sei nur noch erwähnt, dass ich angefangen habe, Statistiken zu erstellen. Ich dokumentiere Arbeiszeiten, gewählte Anschlüsse und errechne die Erfolgsquotienten. Aber das werde ich wohl alles in 1-2 Wochen erst rausrücken. Ich freu mich jedenfalls drauf ;)


So, das war es grob von mir. Nicht besonders viel, aber ich wollte prinzipiell schon mal wieder etwas schreiben. Ich kann euch ja nicht alle im Unwissen lassen.


Herz.

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HP Solution Center

Posted by Tim E. on Mittwoch, März 10, 2010
Mit jedem großartigen Gerät in dieser tollen, hochmodernen Welt, sollte auch irgendetwas kommen, wie man es bedienen kann. Das sei ein Handbuch, ein geschulter Mitarbeiter, ein einfacher Treiber oder eine komplexe Software.

Mit unserem Drucker, einem Officejet J4580 All-In-One von Hewlett-Packard, kam eine tolle Software, die mit stolzen (so ich mich recht erinnere) 250 MB meine Festplatte belegt. Bei einer solchen Datenmenge darf man schon einiges erwarten - und wird gerade deshalb bitter enttäuscht.

Als ich mich also gerade an das Scannen meines Abiturzeugnisses machte, war ich gezwungen, die Scansoftware von HP zu benutzen, da das Gerät von meinem Windows einfach mal nicht erkannt wird.
Nachdem ich mich also entschlossen hatte, die Batch-Scan-Funktion einmal zu testen (in der man einen Stapel zu scannender Dokumente in einen Schacht legt und diese nacheinander gescannt werden), wartete ich bei meinen 3 Zettelchen gute 3 Minuten, bis die Bilder endlich auf meinem Monitor angezeigt wurden. Aber was für Bilder!

Die Scansoftware entscheidet nach einer Methode, die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann (ich tippe mal auf eine Randomfunktion), welchen Bereich des Gescannten ich speichern sollte und zieht ein kleinen Kästchen um ... irgenwas. So bekomme ich regelmäßig bei Din-A4-Scans eine ungefähre Din-A6-Auswahl in der linken Mitte, obwohl eindeutig noch Text am rechten, oberen Rand zu sehen ist, aber das ist der Software egal.

"Nicht so schlimm, man kann das Kästchen doch sicherlich noch ziehen!"

Danke, Advice-Dog, du hast natürlich mal wieder Recht. Wait. Not really. Denn die Software ist (zmindest auf meinem Rechner) insofern kaputt, dass es um dieses Auswahlkästchen nur etwa 1-2 cm Platz anbietet - und man dementsprechend das Kästchen auch nur in diesen Platz ziehen kann. Eine größere Dimensionierung ist dank fehlender Scrollbalken leider nicht vorgesehen.

Doch glücklicherweise fehlt auch der Zoom!
Bei meinen alten Scannern hatte ich immer das Problem, dass ein Vorschauscan gemacht wurde, der qualitativ mehr als schlecht war. Zwar schon schnell, aber überhaupt nicht geeignet, um mal eben die Kanten des Papiers zu finden, da das Bild beim Zoomen verpixelt.
HP scannt sofort mit voller Kraft, 200 ppi mindestens. Allerdings fehlt dezent das Zoom-Tool.

Und etwas noch viel schöneres macht das Scannen erst zum wahren Erlebnis!

Die Software speichert... komisch. Wie schon gesagt, wird das Bild gleich qualitativ richtig gescannt, doch nur in einem Zwischenspeicher gesichert. Wenn man nun ein weiteres Bild scannen will, so muss man mit Strg+f (Fertigstellen) zuerst noch das Bild "fertigstellen", also noch mal 10 Sekunden warten, weil das Programm.... ja.
Man könnte meinen, dass anschließend das Bild auch in dem angegebenen Ordner gespeichert wird - weit gefehlt. Denn erst, nachdem man die Software beendet hat (und zwar über den Beenden-Knopf, nicht über ein rotes X in der oberen, rechten Ecke) und mindestens 15 Sekunden den Zielordner angestarrt hat, erscheinen dort die Scans.


Ich habe selten eine so schlechte Software gesehen. Irgendwie ist sie... scheiße. Und dass sie auch noch total langsam ist und für alles ewig braucht (und das liegt nicht an meinem Prozessor), hab ich ja noch nicht mal erwähnt. Leider habe ich auf die Schnelle kein Feedbackformular von HPs Solution Center gefunden. Schade.


Btw fiel mir auf, dass mein Abizeugnis schief ausgedruckt ist. Juhu. Das kommt bei dem Arbeitgeber doch gleich mal doppelt gut. Denn der meint sicherlich, dass ich nicht scannen könne. Dabei ist das Teil einfach mal schlampig gedruckt.

Nun ja, ist auch egal. Immerhin bekomme ich bald ein neues Zeugnis, weil ich in der vergangenen Woche, als ich meine Abiklausuren einsah, entdeckte, dass man mir 2 Punkte in meinem Matheabi unterschlagen hat. Also Gesamtpunkte, sodass sich mein NC noch um 0,1 verbessert. Aber das nur so nebenbei.

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Möge der Winter endlich weichen

Posted by Tim E. on Freitag, Februar 26, 2010
Ich mag den Winter. Ich mag es, wenn es kalt und ungemütlich ist, wenn man durch einen sanften Schlag von Schnee und Eis ins Gesicht beim Hinaustreten in die Welt empfangen wird. Ich mag es, wenn ich mit dem Auto kontrolliert in unseren Weg rutschen kann, wenn der Schnee unter meinen Füßen knartscht und fast alles und jeder Abdrücke hinterlässt und man seine Spuren auch noch Tage später verfolgen kann.

Doch genau so, wie es wohl mit allen Dingen ist, die toll und schön sind, geht einem irgendwann dieser Umstand auf den Keks. Man gewöhnt sich daran, es gibt keine Abwechslung mehr, es wird langweilig. Ja sogar ätzend! 6 Wochen Sommerferien sind super. 3 Monate Ferien sind auch noch okay. Ab dem 4. Monat hört es dann auf. Und nach 6 Monaten des Rumsitzens hat man einfach keine Lust mehr. Geht mir jedenfalls so.
Und genau gleich verhält es sich momentan mit dem Schnee. Zwischendurch immer wieder angetaut und überfahren, überlaufen, verwandelt sich der Schnee zu einer unvorstellbar rutschigen Eisfläche, auf der man kaum mehr Halt findet, Versuche, durch die bei uns vor der Tür teilweise 5 cm dicke Schicht zu kommen, scheitern gnadenlos, sogar mit einem Stechspaten muss man unvorstellbar viel Kraft aufwenden, um einen viel zu kleinen Teil des Eises loszutreten.

Umso mehr freue ich mich, dass nun, nach gut 2 Monaten, der Frühling endlich den Mut gefasst hat, sich anzumelden und der Welt mal ein neues Gesicht zu verleihen.

Verzeih, Winter, dass wir dich nun so verwünschen. Doch lange war dein Aufenthalt, uns fröstelt es immer noch gar sehr. Willkommen bist du uns wieder im kommenden, 4. Quartal des Jahres. Doch nun weiche, mach Platz für deinen rechtmäßigen Nachfolger!

Hallo, Frühling! Ich habe dein Zwitschern vermisst.

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Über Sandmänner und rabiate Methoden

Posted by Tim E. on Freitag, Februar 26, 2010
Hintergrund: Ich erzähle einem Freund, der gerade schlaftrunken sein Bett verlassen musste, weil das "A-O" seines ICQs ihn aus den Träumen riss, von Milchpackungen, die den Inhaltsfüllstatus anzeigen und tollen Artikeln in der ZEIT. Er, noch etwas überrascht, wundert sich darüber, dass es schon so hell ist und er doch gerade noch etwas auf dem Rechner geschaut hat, es stockdunkel war und ihn wohl der Schlaf überrascht hat...

"bzw. zwecks...aaach legste dich kurz hin und guckst n bisschen scrubs.....BATZ! springt die tür auf, der kack sandmann springt auf mich drauf ringt mich nieder, ich ruf voll überrascht WAS GEHT MAN? der ofen is noch an ich mach mir was zu snacken! aber er schüttet mir schon volle kanne seinen blöden sand aus nem verrosteten benzinkanister übern kopf....wenigstens hatter den ofen ausgemacht."


Mich hat die Beschreibung eines ringenden Sandmanns sehr mitgenommen. Ich verstehe genau, wie man sich dann fühlt, wenn man verknotet auf dem Boden rumliegt und dabei noch die Fresse voller Sand hat...

Und weil ich vor Lachen mein Müsli verschluckt habe, küre ich diesen Absatz zum Spruch des Tages!

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Netbook in Action!

Posted by Tim E. on Freitag, Februar 19, 2010
Hallo moin!

Eigentlich sollte ich mal langsam, ganz im Sinne der letzten Umfrage, eine Rezension von Walter Moers' Rumo anfangen, hab ich sogar schon, aber eben nur angefangen und noch nicht fertiggestellt, doch küsst mich momentan einfach nicht die Muse, etwas wirklich Gutes zu schreiben.

Ich möchte euch jedoch nicht ganz im Regen stehen lassen und habe mir deshalb jetzt die Mühe gemacht, wenigstens zu sagen, was ich momentan mache, als Ausrede von mir aus, warum ich nichts schreibe. Denn zu diesem kleinen Post reicht die Muse gerade noch so ;)

Am vergangenen Samstag bekam ich, nach langem Hin und Her, das Netbook, das ich mir am Anfang der vergangenen Woche bestellt hatte. Fast sieben Jahre hat mein Desktop-PC gehalten, war mir nur selten untreu (abgesehen von der Sache mit dem Ukrainer im Januar '09), doch nun hat er wohl endgültig keine Lust mehr, meine Drecksarbeit verrichten zu müssen.
Und so schoss er sich in 3 Akten selbst auf den Mond, verweigert mir sogar mit Ubuntu den Netzwerkzugriff und überzeugt mich mit knapp 700 fehlerhaften Sektoren auf C:\ auch nicht mehr wirklich.

Und so saß ich vor meinem geschundenen Computer, den ich so geliebt habe (und eigentlich immer noch liebe) und wusste nicht mehr, was die richtige, nächste Tat sei.
Ich erspare euch (und viel mehr mir) die Details, wie ich tränenüberströmt das Gerippe meines Babys leersaugte, aufräumte, neu zusammenstecke, formatierte, defragmentierte, ionisierte und was man noch so alles macht - und komme ganz salopp zu meiner Endentscheidung, die ihr nun schon kennt:

Ich bestellte mir ein Netbook.

Dass es ein Netbook und kein Notebook wurde, hat zweierlei Gründe:

1.) Mir waren Notebooks, die meinen Ansprüchen an Notebooks standhalten, einfach zu teuer. Ich habe ja schließlich nicht wirklich Lust, in einem Jahr auf einem unglaublich schlechten und veralteten Ding zu sitzen, das eigentlich nichts kann. Und wirklich gute Notebooks waren einfach gerade nicht erschwinglich ._. Ein Netbook kann auch nicht wirklich viel, aber an dieses stelle ich auch gleich andere Ansprüche. Das ist halt nicht zum Spielen gedacht. Stört mich gerade recht wenig.
2.) Ich pendle eigentlich den ganzen Tag hin und her. Und damit wären wir schon beim nächsten Punkt, den ich euch mitteilen will:

Was macht der Junge eigentlich den ganzen Tag?

Nun, ich hänge wohl sehr viel zwischen Tür und Angel, helfe ein bisschen im Haushalt - aber so wirklich und richtig, was mich auch recht auslastet und mir viel Spaß bereitet, ist das Entwerfen eines eigenen Spiels mit einem guten Freund aus unserem kleinen Dorf, in dem ich lebe.

Wir haben schon letztes Jahr im November mit dem Entwickeln eines Kartenspiels angefangen, doch sind wir immer noch dabei, das Ding zu vollenden - und es sieht verdammt gut aus.

Abgesehen davon, dass wir am Ende wohl mehr als 200 Karten basteln und bemalen müssen (ich würde die Teile ja gerne drucken lassen... aber das Entwickeln von Grafiken am Computer dürfte schon Jahrhunderte dauern (möchte jemand für mich zeichnen?) und ich habe noch keine Ahnung, wo und wie ich den Druck stattfinden lassen sollte (kann und möchte jemand 200+ Karten für mich drucken und ausschneiden? Oder hat jemand ne Ahnung, wo ich das machen könnte? Vielleicht sogar eine eigene Kartendruckerei?)), sind wir wohl schon recht weit. Die Werte rotieren, die Namen blubbern und das Spielsystem flutscht.
Ich bin sogar so weit gekommen, dass ich einen Kampfsimulator programmiert habe, der uns das zufällige Ziehen von Karten simuliert, nachdem man ihm einen validen Kartenstapel als Datei gereicht hat, die Karten der Hand und des Spielfelds verwaltet usw. usf... (Bis jetzt sind es etwa 1500 Zeilen Code und das Programm ist btw. bei Version 1.5, aber wen interessiert das schon ;))

Leider kann ich euch noch nicht mehr über das Spiel sagen, da die Fertigstellung für einige eine Überaschung darstellen soll :)


Nun ja, um mal wieder auf das Obige zurückzukommen: Ich pendle viel zwischen Ruheort und Arbeitsplatz - und war deshalb sehr auf eine mobile Arbeitsplattform angewiesen.
Nun tippe ich auf meinem kleinen Acer Aspire One 250 in knartschrot (rot ist, das wissen wir alle von den Orcs aus Warhammer 40.000, einfach in jeder Hinsicht besser) diesen Post, das Programm und auch einige Dokumente für das Spiel.


Tja, ich hab gerade nach knapp drei Vierteln eines Jahres endlich mal wieder das Gefühl, etwas zu tun zu haben. Und weil ich sonst nicht so wirklich etwas zu machen hatte, empfinde ich es sogar als Auslastung. Und das ist wohl der Grund, warum ich einfach keine Kreativität für etwas anderes aufbringen kann. Tut mir Leid :]


Das war es auch schon. Der Post wurde länger, als gedacht. Aber leider auch nicht von einer solchen Qualität, wie ich sie mir wünsche. Vielleicht könnt ihr aber über die Fehler, die ich nun machte, hinwegsehen. Ich mach es wieder gut - versprochen!

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Verabschiedung von unserer Erde

Posted by Tim E. on Dienstag, Januar 12, 2010
Kooky ist tot.

Es war Zeit, nichts hielt ihn mehr an dieser Welt. So Joshi vor einer Woche dahinschied, verließ uns nun ein weiteres unserer geliebten Meerschweinchen. Nur noch Flöckchen, seine Mutter, verbleibt, hoffentlich leidet sie nicht so sehr unter seinem Tod wie wir es tun.

Kooky war mir von allen Schweinen das Liebste, stets lieb und so lebensfroh. Dass er sich tothungerte, war für alle mehr als schwer mit anzusehen.

Er ist nun wieder mit seiner Frau vereint, da bin ich mir sicher. Irgendwo, an einem Ort, den unsere Augen nicht zu erblicken vermögen, rennen nun zwei kleine Meerschweinchen wieder fröhlich durch die Gegend und müssen keine Sorgen fürchten.


Kookie - wir werden dich nicht vergessen.

2010 beginnt so gemein...

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Neues Design. Uff.

Posted by Tim E. on Sonntag, Januar 10, 2010
Ich weiß nicht, wie oft ich schon einen Post mit "Neues Design" betitelt habe. In meinem Kopf schon knapp fünftausend mal. Aaaaber diesmal soll es anders sein. Besser! Interessanter!

Ich habe mir dieses Design hier genommen, aber die Bilder im Kopf des Layouts durch meine eigenen ersetzt. Zwar gab es einige Probleme mit meinem Webspace, aber solange picasaweb die Bilderadressen nicht ändert, sollte das wohl funktionieren.

Was ist das Tolle an dem ganzen Kram?

Nun, ich werde mich bemühen, den Krempel, der oben abgebildet ist, je nach Situation zu ändern, zu aktualisieren usw.

Vielleicht liegt am Valentinstag hier also so eine doofe Rose rum. Oder am Talk-Like-A-Pirate-Day eine Augenklappe. Oder einfach nur ein Holzbein. Das weiß ich noch nicht.

Nun ja, ich hoffe, es gefällt euch. Ich hatte schon lange vor, mein Blog umzugestalten, aber bin jetzt erst (endlich) dazu gekommen. Ist ja auch egal. Man lade mich zu einer Tasse Kakao ein!

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Lebe wohl...

Posted by Tim E. on Mittwoch, Januar 06, 2010
Vor ein paar Tagen haben wir Abschied nehmen müssen von einem unserer kleinen Meerschweinchen, die bei uns mehr oder minder im Haus herumzurennen pflegen, nun sind es nur noch zwei an der Zahl...

Es füllt mich mit Trauer, dass du leiden musstest, kleine Joshi, und ich hoffe, dass du nun an einem besseren Ort bist als dieser es je sein kann.


Du fehlst.

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Avatar

Posted by Tim E. on Donnerstag, Dezember 31, 2009
Ich kann von mir sagen, dass das alltägliche Leben mich abstumpfen lässt.
Vielleicht stehe ich nicht alleine in diesem immer dichter werdenden Nebel der faden, verschwimmenden Welt, doch werden es wohl hauptsächlich ältere Personen sein, die so fühlen wie ich. Ausgelöst durch den Trott, jeden Tag wieder etwas zu tun oder tun zu müssen, was man schon in sehr ähnlicher Form, nach einem sehr ähnlichen Muster, schon Male zuvor tun musste...

Es ist trivial, warum ich mich so fühle, oder so denke (wahrscheinlich liegt es daran, dass ich weder studiere, noch arbeite, sondern den Großteil meines Tages in meinen vier Wänden verbringe), ich möchte viel lieber davon berichten, wie die Welt für mich wieder Farbe bekommt, wie etwas in mir wieder erwacht, die Augen, lange glasig und getrübt, wieder klar sehen und ich merke, dass es so viel mehr gibt, als man vor allem nach langen Tagen der Gleichgültigkeit zu vernehmen mag...

Den meisten muss man nicht erklären oder zeigen, wie sie sich angenehm zu leben haben. Vielen, wahrscheinlich den Meisten, gelingt es automatisch, den Tag und das Jahr so zu gestalten, dass sie auskosten, was für sie bereitgestellt wird. Andere, so zähle ich mich zu jenen, brauchen ab und an einen Schubser, einen Wegzeig - oder auch einen sanften Tritt in den Hintern, um wieder zu erkennen, dass es so viel Schönes auf der Welt gibt... wieder andere kann und sollte man retten... andere sind leider verloren...


Ich besuche selten das Kino, hauptsächlich, weil ich das Geld nicht aufbringen kann oder möchte, oder weil ich mir etwas vormache, mich fadenscheinig aus der Situation rede - und mich auch selbst verarsche.
Umso schöner ist es somit, sollte ich das Kino besuchen, um mir einen Film anzuschauen.

Vielleicht rede ich gerade nur aus Euphorie, doch finde ich, dass das Kino eines der schönsten Portale zu einer farbenfrohen Welt ist, die der Mensch geschaffen hat.
Ist auch die wirklich schöne, farbenfrohe und reale Welt um uns herum - so gelingt es leider dem Menschen immer mehr, sie zu vergessen, zu verdrängen - und zu zerstören.

Ich möchte mich nicht damit in Einverständnis setzen, dies befürworten oder vertreten, doch bin auch ich mit der Zeit blinder geworden für die Dinge, die uns umgeben und unseren Alltag schön machen. Ich kann mich sicherlich noch sehr reich schätzen, wenn ich sagen kann, dass mich der Geruch von Regen noch fasziniert; dass ich stehen bleibe, wenn ich auf dem Weg irgendwohin bin, um mein Gesicht in den Wind zu halten, der durch die Blätter weht und eine Geschichte erzählen kann, wenn man ihm lauscht; dass ich mich freue, wenn der Schnee fällt und ich in den Himmel sehe und zwischen den weißen Wolken vereinzelt Sterne sehe und mir klar wird, dass ich klein, unendlich klein bin - und dennoch lebe...

Andere Menschen, erkennen wenigstens noch, dass es einen (inneren) Frieden gibt, jedoch nicht hier, sondern an Orten, die man nicht sehr leicht erreichen kann... allzu gerne würde ich z.B. einmal das Leben eines Mönches teilen, in Nepal oder in der alten Welt der Majas...
Und für diese, die das Glück an einem fernen Ort sehen, aber es nicht mit ihrer momentanen Kraft aufbringen können, diesen Ort zu erreichen, für diese glaube ich, dass das Kino ihnen diese Welten näher bringt als vieles, vielleicht alles andere, was der Mensch geschaffen hat.


Ich ging heute in das Kino, um mir den Film Avatar anzusehen, dank des tollen Polarisations-3D-Effekts in einer noch viel schöneren Variation des Erlebens.

Es ist eine Sache, einen wunderschön gemachten Film in einem monströsen und atemberaubenden Format zu sehen und die Füße von den sanften, aber mächtigen Stößen der Klänge und der Musik vibrieren zu lassen - es ist etwas anderes, selber in den Film einzutauchen, selber auf dem Baumstamm zu stehen, den gerade der Protagonist beschreitet und selber in die Tiefe zu blicken und das Gefühl im Magen zu haben, das nur die Höhenangst hervorrufen kann...

Soweit zu der 3D-Technologie, die ich in den höchsten Tönen loben möchte. Dafür, dass sie jemanden noch viel näher an das führen kann, was doch so weit weg ist und lediglich unserer Fantasie überlassen bleibt.


An dieser Stelle warne ich lieber noch einmal, dass ich vielleicht etwas spoilen (verraten) werde, was den Inhalt des Filmes angeht. Ich probiere, es gering zu halten, doch weiß ich nicht, inwiefern es jemanden beeinflusst, der den Film noch sehen möchte. Und ich kann nur raten:

Schaut euch den Film an. Und zwar im Kino, in ganz groß und mächtig - denn dafür werden Filme gemacht.

Denn es lohnt sich wirklich.


Der Verlauf eines Filmes ist schon seit langem ausgelutscht. Spätestens, seitdem Brecht seine Dramentheorie aufgestellt hat, wissen die meisten von uns, was sie von einem Roman zu erwarten haben, wenn sie diesen mehr oder minder aufmerksam lesen. Die Zeichen lassen sich deuten, vieles auslegen - und in den meisten Fällen behält man auch recht.
Doch darum geht es nicht.

Denn wenn ich nur einmal vergessen kann, wie es um die Kulissen steht, wenn ich mich davon abhalten kann, auf die Uhr zu sehen und erkenne, dass noch 1/4 des Filmes vor mir liegt und ich mir sagen kann "Oh, der Hauptcharakter kann gar nicht jetzt sterben, das kommt erst noch"; wenn ich vergessen kann, dass es wahrscheinlich ein gutes Ende nehmen wird, sondern wirklich noch hoffen kann, dass es noch gut verläuft, ohne Gewissheit zu haben: Dann bin ich bereit für den Film. Und dieser sollte sein Bestes geben, um mich in diesem Bann zu halten.

Und Avatar hat dies getan. 161 Minuten Film, in keiner einzigen Sekunde habe ich gewagt, mich ablenken zu lassen von der Geschichte, die mir erzählt wurde:

Die Reise in eine ferne Welt, unserer ähnlich, aber doch in so vielen Punkten verschieden. Es ist eine Reise in ein Traumland, so schillernd und bunt, so verzaubernd und so verspielt. Es ist wunderschön, wenn der Boden diffus leuchtet, wenn er betreten wird, kleine Tiere sich wie Propeller in die Lüfte erheben oder selbst die kleinsten Blumen und Lebewesen so schillernd sind, dass man verrückt werden möchte - doch es ist auch so episch, wenn man in Bräuche verwickelt wird, die bei uns seit den Cowboy - und - Indianer - Filmen in Vergessenheit geraten sind und nun wieder aufgenommen werden, mit ihrer Seele und den Gefühlen.

Ich will nicht wirklich den Film rezensieren, das überlasse ich meinem geschätzen Freund merkenau, der viel mehr Ahnung und Erfahrung hat, wie man vor allem Filme verpackt und darlegt, ohne sie uninteressant zu machen.
Vielmehr möchte ich ausdrücken, wie nahe es mir ging, diese beiden Rassen zu sehen, wie sie vor- und nebeneinander standen und sich betrachteten. Und ich konnte vergessen, dass diese Kreaturen zum größten Teil animiert waren und wollte weinen, als ich sah, wie viel Herz in den blauen Na'vi, steckte - und wie viel Herz den Menschen doch schon fehlt.


Avatar ist ein Film, der mir wieder die Augen geöffnet hat, auch wenn jetzt vieles noch viel weiter entfernt scheint, als es eh schon ist. Aber das gehört eben zum Sehen dazu, zu erkennen, wie klein man doch ist in diesem Universum und sogar seiner eigenen Fantasie... und dass man auch Kleines schätzen muss, wenn man selbst geschätzt werden will.

Und auch wenn ich nur so schwärmen kann, weil ich so lange keinen Film mehr gesehen habe (oder weil ich total vergesslich bin): Etwas, das jemanden wieder fühlen lässt, ist wichtiger als das Meiste der Welt.

Und dieser Film hat dies bei mir vollends erreicht.

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Einfach nur ein paar Bilder...

Posted by Tim E. on Freitag, Dezember 25, 2009
Tja, und gerade, wenn man denkt, dass der Winter schon wieder vorbei sei, legt er noch mal so richtig los und pustet alles mit Schnee zu.
Nur mal so zum Vergleichen... um die Bilder größer zu sehen, solltet ihr draufklicken.






Schon schön, das Ganze :D

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Oh, wie es weihnachtet!

Posted by Tim E. on Donnerstag, Dezember 24, 2009
Ich möchte an dieser Stelle allen, ob jung oder alt, dick oder dünn, farbenfroh oder s/w usw. usf. eine schöne Weihnacht wünschen!

Oder all jenen, denen die Weihnacht eher egal ist: Einen schönen 24. Dezember! Warum ich euch nicht an einem 23. Dezember das Beste wünsche? Weil ich es so will. Einfach so :)

Genießt den Tag, macht das Beste für euch aus ihm!


Ich werde dies jetzt nämlich auch tun.


Liebste Grüße an euch, meine treuen Blogleser,
euer Tim

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So kam der Winter über das Land...

Posted by Tim E. on Donnerstag, Dezember 17, 2009
... und bedeckte dieses mit einer feinen Schicht des weißen Saums, der es verstand, auch die hässlichsten Dinge zu verbergen, zu polstern und zu verstecken vor den nach Ästhetik, Reinheit und Perfektion suchenden Augen der Menschen...

Ob Fels, Brücke, Stahlträger, Motorrad oder Mülltonne - so banal und manchmal gar lächerlich der Gegenstand auch sei - verschwommen nur noch lässt sich das Ding erkennen, das Wesen tiefer versteckt denn je, und eine unbarmherzig kratzigen Welt wandelt sich in eine weite Ebene, die hie und da durchbrochen wird von kleinen - aber auch großen - Hügeln, die sich zwar immer in verschiedensten Formen präsentieren, aber dennoch anmutig wirken und mit den Landen zu einem Ganzen, einem beinahe perfekten Bild verschmelzen...

Es ist, als würde die Erde aufatmen, als wäre die ganze Last von ihr genommen und als könnte sie endlich wieder ungetrübten Blickes zu den Sternen aufschauen, die zusammen mit dem Monde unsere Mutter wieder in einen Teil der Unschuld tauchen, die sie einst umgab...
Verschwunden all das Gekreisch, verschwunden der Lärm der Stadt, Automobile und andere Fortbewegungsmittel des Landes ruhen und es wird friedlich, so friedlich, dass man eins werden möchte mit dieser unschuldigen, unberührten Natur, dieser Essenz von Frieden und innerer Stille.


Und wenn ich in dem Gewirr aus fluffig fallenden Flocken stehen bleibe, und es so scheint, als würde ich von allen Seiten lediglich nur nass - so weiß ich doch, dass ich diesen Augenblick genießen kann...
... und hineingleiten darf in diese schöne, friedliche Welt.


Ich begrüße dich, Winter.













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Pro7, scheiße - und stolz drauf

Posted by Tim E. on Dienstag, Dezember 08, 2009
Aus totaler Langeweile habe ich mich, auch wenn es sonst nicht mein Fall ist, zu einem dieser Fernsehcastings hinreißen lassen und zusammen mit meiner Familie von Zeit zu Zeit "Popstars" auf Pro7 geschaut. Und so habe ich mit den Duos mitgefiebert, mitgetrauert und vor allem mitverfolgt, wie sich die Paare machen, wie sie weiterkommen, sich freuen - oder gehen müssen.

Und nun, da sich 3 Paare in dem Halbfinale befinden, tritt Popstars vor die Massen, inszeniert eine Liveshow in einer riesigen Halle, lässt die Zuschauer abstimmen und moderieren.
Dass ich glaube, dass die Gesamtergebnisse eh schon feststehen, besonders, nachdem die Pappnasen von Moderatoren eine Zeitschrift mit zwei Duos (Nik & Elif sowie Vanessa & Leo) auf dem Titelblatt hochgehalten haben, was irgendwie auf einen geplanten Ausgang der Geschichte vermuten lässt, sei mal in den Wind gestellt, ich möchte mich auch nicht über das absehbare Ende von Popstars aufregen, sondern über die Behindikindis von Moderatoren (oder auch, da diese ja nicht den Verlauf der Show bestimmen, über Pro7).

So standen vor nicht mal einer halben Stunde die letzten 3 Duos auf der Bühne, zitterig, aufgeregt, Leo mit zwei bis drei Tränen in den Augen, aber auch die anderen nicht wirklich lebensfreudiger.
Und als die Notarin die Bühne betritt und D! Soost den Umschlag mit den Namen der Finalisten-Duos in die Hand drückt, klammern sich die Kandidaten aneinander, bangen und wünschen sich all Jenes, was man sich zum Sieg wünschen kann...
Als nun das erste Duo der Finalrunde verlesen wird (Elif & Nik), ist es nur normal, dass gejubelt wird, sich die beiden ersten Finalisten freuen - und die Herzen der restlichen 4 Kandidaten um gut 20 Zentimeter nach unten rutschen, sich die Angst ausbreitet, dass man nicht in der Finalrunde ist, dass der Aufwand nicht für den großen Siegt gereicht hat.

Man dankt D! dafür, dass er sagte, dass es nun alles schnell gemacht würde - und ist umso genervter, als die .oO(dumme) Moderatorin mit "Warum weint ihr denn!?" an die Restkandidaten rückt.

Fassungslos war ich jedoch erst, als die Moderatoren verkündeten, dass keiner in dieser Show rausfliegen würde. Denn die Entscheidung sei auf die Finalshow verschoben, die Telefone für die Restduos noch weitere 46 Stunden besetzt - und alle können weiterhin anrufen.

Wir unterstellen Pro7 mal, dass das gut gemeint war, von mir aus auch nur auf die 50 Eurocent Telefonkosten abgezielt. Dann hätten die wenigstens noch sagen können, dass alle noch mal anrufen dürften. Oder die Telefonnummern einblenden können. Haben sie aber nicht.

Stattdessen endet die Show mit einem Gewinnerduo und 4 Menschen, die nicht wissen, wo sie stehen - und auch in den nächsten 2 Tagen nicht wissen werden, was aus ihnen wird.
Und es ist nicht nur die Show betreffend - sondern hat in der Tat so große Auswirkungen auf die restliche Popstarszeit.
Wer möchte, schon gefasst auf das Schlimmste, weitere zwei Tage warten, um dann, vor der Finalshow, auf die man sich nicht wirklich freuen konnte, da man wieder und wieder damit rechnet, doch rauszufliegen, gesagt zu bekommen, dass man weiter ist, um schließlich, vielleicht 30 Minuten später, den letzten, entscheidenden Song in Popstars zu performen!?

Ich nicht.

Scheinbar das Publikum auch nicht, wenn ich das Rufen richtigerweise als Buhen deute.


In meinen Augen ist das Ganze eine ganz große Schweinerei. Nicht, dass wir das nicht schon vorher wussten. Aber diese Art, wie sie mit den Menschen umspringen, ist neu - und so ziemlich das Mieseste, was ich mir in einem Casting vorstellen kann.


Es tut mir so Leid, dass das mit euch passiert ist, Vanessa, Dagmara, Leo und Daniel. Das wünscht euch keiner, auch wenn er nicht für euch gestimmt hat.

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Kinderklappe ethisch nicht vertretbar.

Posted by Tim E. on Donnerstag, November 26, 2009
Na endlich bekomme ich auch einmal von der Kommission zu hören, die für die ethischen Grundlagen in unserem schönen Vaterland verantwortlich ist.
Schon oft habe ich mich gefragt, wer eigentlich ein Auge auf die Dinge wirft, die in diesem Lande geschehen und sich fragt, ob die Machenschaften eigentlich moralisch vertretbar sind.

Und endlich, endlich durfte ich im Fernsehen, kurz, aber dennoch, den Haufen von hauptsächlich alten Greisen sehen, die weise zusammensitzen, sich die Köpfe zerbrechen und Empfehlungen rausgeben, die zwar noch nicht als Gesetz gelten, aber hoffentlich bald nicht mehr als Richtlinie, sondern als Pflicht geltend gemacht werden.

Und so durfte ich von einer Frau mit wunderschönem Obenlippenbart (nichts gegen Bärte, ich mag Bärte, hauptsächlich geflochten und von Wikingern getragen, aber in diesem Fall untermalt der Bart doch einfach so wunderschön die Aussage) gesagt bekommen, dass die Babyklappe oder -wiege ethisch nicht vertretbar sei, da... den Kindern das Recht genommen würde, ihre wahren Eltern kennen zu lernen.

*sfz*

Verzeiht, dass ich breche, doch klopft bei diesen Worten ein kleines Männlein an die Tür zu meinem Bewusstsein im Gehirn und sagt/fragt mich: "Ist es nicht ethisch noch weniger vertretbar, Müttern die Möglichkeit zu nehmen, ein Kind, das sie, aus welchen Gründen auch immer, nicht behalten können, weggeben zu können, auf dass dieses Kind eine relativ normale Kindheit hat und lebt - anstatt dass es in einem Plastikbeutel in die Mülltonne geworfen wird, erstickt, verreckt, stirbt?"


"Nein", flötet mir die Frau mit Bart in mein Ohr (von mir aus das Linke, ist mir egal). Es ist viel wichtiger, seine wirklichen, genetischen Eltern zu kennen, als zu leben.
Dass es Kindern egal sein könnte, von wem sie eigentlich abstammen, solange sie von den Eltern, die sie aufziehen, geliebt werden, fällt wohl keinem ein. Stimmt, schließlich sind in allen Filmen, die ich kenne, alle Kinder unglaublich unglücklich, wenn sie erfahren, dass sie adoptiert sind. Auf einmal fehlt ihnen etwas, etwas, das sie zwar wahrscheinlich nicht mal kannten, das aber auf einmal unglaublich wichtig für die Kinder ist.

Glücklicherweise leben wir nicht in einer Klischeewelt. Und glücklicherweise ist es nicht klischeehaft, dass die Ethikkommission sagt, dass es nicht vertretbar wäre, Kinderklappen zu betreiben.

Diese Welt ist kaputt.


P.S. Einen großen Dank übrigens noch an den Mann, der ebenfalls Mitglied der Ethikkommission ist und nach der Frau in dem Interview sagte, dass er der Meinung sei, dass die Kommission das Privileg, seine genetischen Eltern kennen zu müssen, viel zu hoch schätze. Es gibt scheinbar noch Menschen, die mitdenken. Leider sind sie in der Minderheit.

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Spiderman - Die freundliche Radnetzspinne aus der Nachbarschaft

Posted by Tim E. on Montag, November 16, 2009
Da in den vergangenen zwei Tagen die Filme "Spiderman" und "Spiderman 2" auf Pro7 gezeigt wurden und ich mir diese Filme zusammen mit einem Freund mal wieder angeschaut habe, ist es wohl nicht ganz schlecht, wenn ich mich mal ein wenig über den Film auslasse.

Dass der Film höchst unrealistisch ist, weiß jeder, der bis zu der Stelle mit den genetisch veränderten Spinnen gekommen ist, wobei eine den guten Peter beißt und dieser sich... tja... in Spiderman verwandelt. Körperliche Überlegenheit, sich auszeichnend durch überschnelle Reflexe, unmenschlich gesteigerte Sinneswahrnehmung, unbändige Kraft, faszinierende Dehnbarkeit und die Fähigkeit, auch nach dem 12. Schlag mit einem stumpfen, schweren Gegenstand direkt auf den Kopf immer noch locker rumspringen zu können, machen Spiderman etwas imba (den Computerjargon, nicht den akademischen Grad...). Aber irgendwie mögen wir ja diese pure Überlegenheit zum Menschen an den Superhelden. Das macht sie ja zum Superhelden.

Viel weniger interessant, eigentlich sogar nervig, ist, dass Peter Parker einfach so gut wie jede Situation seines Lebens vergeigt. Ob er es nicht schafft, ne Pizza auszuliefern, rechtzeitig zur Schule zu kommen oder einfach mal mit M-Jay zusammenzukommen - das Ausmaß seiner Unfähigkeit spannt sich über ein großes Feld. Am Anfang ist das noch ganz witzig, aber nach dem fünften "M-Jay, ich liebe dich und bin jetzt ganz anders"-"Aber ich werde heiraten/habe einen Freund" (oder auch gerne anders herum) geht einem das schon auf den Keks. Mir jedenfalls. So eine Pfeife.
Und dann diese schrecklichen Probleme, dass er kein anständiges, normales Leben führen könne, wenn er Spiderman sei. Sein einziges Problem ist ja schließlich, dass er in M-Jay verliebt ist und mit ihr zusammen sein möchte. Natürlich hat er auch noch Geldprobleme und das mit der Uni, aber man schaue sich einmal den guten Clark Kent an: Der hat das schließlich auch geschafft.
Zwar konnte der auch fliegen, aber Spiderman ist auch nicht wirklich langsam (außer er muss mit dem Fahrstuhl fahren, weil seine Spinnendrüse alle ist).

Sein Gewissen, dass ihm so unglaublich selbstlos am Ende des ersten Teils übrigens sagt, dass er nicht mit einem Mädchen zusammen sein kann, ist übrigens auch eine ganz schön bescheuerte Tour und ungalublich schwach. Denn als Peter auf einmal, einfach so, beschließt, dass er nicht mehr Spiderman sein kann, schlendert er gar genüsslich durch die Gassen und sieht einfach bei jeder Art von Ungerechtigkeit weg.
Ein Mann wird auf der Straße verprügelt? Ich halte gerade ein Eis, ich kann nichts machen, sorry.

Diese Handlungsweise ist mehr als schwach. Und einem Menschen mit Parkers Sinn für Gerechtigkeit im realen Leben etwa so fern, wie Mutter Theresa, Werbung für Schalldämpfer zu machen.

Apropos spontane, unbegründete Handlungs- und Denkweisenänderung: Der grüne Kobold, oder eher Norman, meint 3 Sekunden vor seinem Tod noch "Sag Harry nichts" (ö.Ä.), es ist nicht sein Plan, seinen Sohn mit in die Sache zu ziehen. Oder ihn aufzuhetzen.
Dass der Junge Hass auf Spiderman entwickelt, war zwar absehbar, aber dass der Kobold am Ende des zweiten Teiles auf einmal als Geist oder nur im Kopf von Harry durch das Haus spukt und ihn gegen Spiderman aufhetzt, ist mehr als frech.
Frecher jedoch ist, dass Harry den Spiegel mit dem Kobol anschreit, dass Peter sein Freund sei und er das niemals machen könne. Und kaum hat das Balg den Raum mit den Klamotten und der Ausrüstung des Kobolds betreten, ändert er die Meinung, wenn ich dem Trailer zum 3. Teil von Spiderman glauben darf (den ich, muss ich sagen, noch nicht gesehen habe. Ich kann mich also auch irren).

Und schließlich kommen wir zu Superhelden, die keine Superhelden sind, aber mal einfach superheldig werden. Wen ich meine? Doc Oc z.B.
Der Typ ist einfach Wahnsinn!
Er ist leitender Forscher an der Fusionsreaktion von Teilchen und hat es geschafft, sein Labor in einem Mietshaus im 4. oder 5. Stock einzurichten. Zwar hat er, wie es der Vermieter anfangs sicherlich wollte, einmal renoviert, hier und da gestrichen und ein bisschen Blech an die Wand getackert, aber wirklich laborartig ist seine Bude nicht gerade eingerichtet. Ich bin aber sicher, dass er in dem Arbeitszimmer auch sein Schlafzimmer hat und einfach nur abends das Bett aus dem Schrank klappt.
Zudem ist er der Einzige, den ich mir vorstellen kann, der eine Fusionsreaktion in einem großen Wohnzimmer, mit Zuschauern ohne Sicherheitsmaßnahmen, wie einer Trennwand, an der Luft und etwa 2 Meter von sich entfernt, durchführt.
Kalte Fusion?

Leider nein, die Fusion sieht nicht nur aus wie eine kleine Sonne, laut Doc Oc ist es auch eine.
Ist ja nicht so, dass ein stecknadelkopfgroßes Stück aus dem Kern unserer realen Sonne einen Menschen auf 1,5 km Entfernung immer noch verbrennen würde. Neinnein.

Aber wahrscheinlich braucht er genau dafür die Arme, die er sich auf den Rücken setzen lässt. Zwar hat der Mann es geschafft, Elektronik mit seinem Neuralnetz zu verbinden (was wirklich genial ist!), aber hat er es irgendwie nicht geschafft, sich mal ein paar Stunden in einen Softwareentwickler oder KI-Kurs zu setzen. Warum haben die Arme eine eigene, künstliche Intelligenz? Damit sie selbsständig die Sonne antatschen können um "sie unter Kontrolle zu halten"? Dann hätte er sie sich nicht auf den Rücken setzen brauchen. Ein stationäres Gerät an seinem Kontrollpult hätte das auch getan. "Vielleicht brauchen die Arme die KI, damit sie wissen, wann sie welches Tool einsetzen sollen!?"
Ja, vielleicht. Aber eine KI, die ein Gewissen hat, wie später zu sehen, als die Arme ihm einreden, dass er eine Bank ausrauben soll und dass das wahre Verbrechen die Nicht-Weiterführung seines Experiments sei, ist dafür _nicht_ nötig. In keinem Fall.
Ich möchte mich da jetzt auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, ich hab schließlich mal gar keine Ahnung darüber, aber wirklich gut durchdacht erscheint mir das nicht.

Und somit kommen wir zu "gut durchdacht". Doc Oc bekommt von Harry den Auftrag, Peter Parker zu suchen, weil dieser den guten Professor zu Spiderman führen kann. Note: Weder Harry, noch Doc Oc wissen zu diesem Zeitpunkt, dass Peter Parker Spiderman ist. Ist er auch nicht, weil Parker gerade den Job aufgegeben hatte. Aber egal.

Ich habe ein Interview mit Doc Oc geführt, nachdem er das Auto auf Peter Parker geschmissen hatte und dieser, weil er nicht Spiderman war, zerquetscht wurde.

"Dr. Otto Gunther Octavius, was hat Sie dazu verleitet, einen PKW nach Peter Parker zu schmeißen, der gerade in einem Café saß und sich mit einem Mädchen unterhalten hat?"
"Ich weiß gar nicht, was da in mich gefahren ist... eigentlich wollte ich nur auf mich aufmerksam machen, aber ich wusste nicht genau, wie... und im Drehbuch stand nur die Randnotiz 'vll. etwas werfen, Stein o.Ä., um Aufmerksamkeit zu erregen, auf den Tisch klopfen ist auch okay' - also hab ich das Erstbeste nach ihm geworfen... und weil ich gerade Left 4 Dead gespielt hatte, dachte ich mir, dass ein Auto vielleicht richtig sei..."
"Wie hätte denn Peter ihrer Meinung nach auf das Geschoss reagieren sollen?"
"Ich konnte doch nicht ahnen, dass er sich treffen lässt! Ich meine, so ein Auto ist ja auch nicht klein, das sollte man doch sehen! Er hätte es ja fangen und zurückwerfen können oder - ach, dem Jungen standen doch alle Möglichkeiten offen!"
"Aber Sie wussten doch gar nicht, ob Parker Spiderman sei!"
"Das ist mir im Nachhinein auch aufgefallen..."

Die Szenerie wird fortgesetzt in einem kleinen Kampf zwischen Doc Oc und Spiderman zwischen Hochhaus und S-Bahn. Schicke Effekte. Netter Kampf. Wäre Doc Oc doch nur nicht ein Mensch und dazu noch fett. Ich weiß nicht, wer mir erklären wer mir wie erklären will, wie Doc Oc es schafft, mehr als 2 Schläge auf den Kopf auszuhalten, denn zwischendurch prügelt Spiderman doch schon gut auf ihn ein.
Und das ist meines Erachtens das Schlechte an den ganzen Superheldenfilmen... irgendein Idiot schnallt sich irgendwas um und ist gleich unglaublich mächtig und imba und toll und stark. Auch wenn es nur ein Toaster ist, den er sich auf den Kopf setzt. Das hindert den Macker nicht daran, die Welt zerstören zu wollen und einem Superhelden auf die Klappe zu geben! Aber es zählt ja der Wille, und den hat der Mann ja.


Und somit endet die Geschichte von Doktor Octavius. Ach nein, noch nicht ganz. Zuvor muss er noch die Fusion vernichten, indem er sie im Wasser versenkt.
...
"Man kann sie nicht abschalten. Sie versorgt sich selbst... wir müssen sie versenken."
Versenken! Natürlich! Warum sind wir denn da nicht gleich draufgekommen!? Eigentlich ist eine Fusion ja nur ein kleines Lagerfeuer, da kippt man halt nen Eimer Wasser drüber und dann geht das Ding auch aus. Das erklärt auch gleich, warum man eine Fusion nicht im Vakuum durchführen kann, die braucht nämlich Sauerstoff, weil die ja sonst nicht brennen kann! Alles klar, so geht das, ich bin im Bilde und werde Physiker.



Zu guter Letzt kann ich nur noch zwei Dinge anmerken.
Erstens: Der Film hakt an allen Ecken und Enden. Ob das in den Comics auch so ist, weiß ich nicht. Auf Inhaltsebene ist Spiderman aber einfach nur schlecht. Und trotzdem mag ich den Film irgendwie. Also nicht wirklich dolle, aber es ist witzig, wie Spiderman mit coolen Moves durch New York segelt. Das hat schon was <3>

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