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Die Zeit ist gegen uns alle

Posted by Tim E. on Dienstag, November 25, 2008
Ich musste vor 2 Minuten einmal mehr bemerken, dass die Zeit gegen die Spezie Mensch ist. Ob diese Abneigung persönlicher Natur ist, weiß ich nicht zu beantworten, doch sicher ist, dass diese als vierte betitelte Dimension gegen uns arbeitet.

Zu dem Hintergrund meines Bemerkens: Ich klicke mich wieder durch meine Favoriten und lande schließlich auf der bekannten Webseite www.youtube.com. Wie immer, wenn ich nicht weiß, was ich schauen sollte, tippe ich in das Suchenfeld "coldmirror", den Namen meiner liebsten Synchronisatorin und meines liebsten youtube-Mitglieds.
Doch statt 20.000 gute Video zu finden, wie sämtliche Harry-Potter-Synchronisationen oder auch Alte-Oma-Helf-Män, stoße ich lediglich auf das Video "'coldmirror' Account gesperrt - Statement" von dem User XtremeColdmirror.

Und tatsächlich, der Titel birgt, was er verspricht:


coldmirrors youtube-Channel wurde um 3 Uhr morgens gesperrt und war bereits vor 13 Uhr, als Kaddi zum ersten Mal an diesem Tag ihren youtube-Bereich betreten wollte, gelöscht.

Hinfort.

Verschwunden - ausradiert.

Keiner Möglichkeit überlassen, die Videos, welche unter einem Copyright stehen, zu löschen, ist mein liebster Channel aus youtube gelöscht worden. Einfach so, zu einer Zeit, zu der niemals ein Mensch online ist und sich korrigieren kann.


Und so sitze ihr hier wieder, die Arme um die Beine geschlungen, wippend - und weine.

Wieder einmal hat uns die Zeit gezeigt, dass sie gegen uns ist.

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Wenn Flocken fröhlich fallupieren...

Posted by Tim E. on Freitag, November 21, 2008
Wenn Flocken fröhlich fallupieren,
des Schnees Weiße mich umringt,
Kinder zum Singen sich gruppieren:
Bald kommt schon das Christenkind.

Zart und in einem strahlenden Weiß schweben die Flocken vor meinem Fenster auf und ab.
Vor gut einer halben Stunde hat dieses zur Verdammnis verurteiltes Spiel begonnen - denn die Erde ist leider noch zu warm, um sich mit dieser fluffig flauschigen Schicht zu bedecken.

Durch den kalten Wind getragen umschreiben die kleinen Sterne zärtliche Kurven, umringen sich spielerisch, um dann auseinanderzustöben und sich einen anderen Weg zu suchen.

Schnee... ist es wirklich Schnee, der da fällt?

Und immer noch schaue ich gebannt aus dem Fenster, betrachte diese zarten Geschöpfe, die in mir dieses Gefühl der Heimat und Geborgenheit auslösen.

Winter... tatsächlich fängt schon der Winter an, seine Begrüßung ist unübersehbar.


Und ich sitze nun hier, lege meine Füße auf die Heizung, zünde mir eine Duftkerze an und betrachte noch ein wenig das Treiben dort draußen.

Endlich mal wieder eine Jahreszeit, die ich schön finde. Willkommen zurück.

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Dinge, die man noch so tun kann

Posted by Tim E. on Dienstag, November 04, 2008
Liebe Freunde und Bekannte, heute möchte ich euch einige Dinge nennen, die man an einem schönen Dienstagnachmittag machen kann, ohne den Tag komplett zu verbauen (Worauf ich später eingehen werde).

So könntet ihr euch ein Buch eurer Wahl schnappen, euch auf das Bett legen und wunderbar ein wenig schmökern, während die Zeit an euch vorbeistreicht.

Ihr könntet ein Bild malen, mit Bleistift, Tusche, Öl, Aquarell, Fingerfarben - da gibt es kaum Grenzen!

Ihr könntet auch Hausaufgaben machen oder sogar lernen, schaden kann das sicherlich nicht.

Und mit Sicherheit gibt es noch tausend andere Dinge, die einfach wunderschöne Zeitvertreiber sind....

NUR

fangt bloß nicht damit an, eurem Dev-C++ das ach so verlockend klingende Qt beizuführen.

Und so begann er, eine Geschichte zu erzählen, die sich wahrlich zugetragen hatte:
"An einem Dienstagabend, gleich nach der Schule, begab ich mich in mein Zimmer, startete voller Tatendrang meinen Windows-PC, kochte mir während des Bootvorgangs Nudeln, flieste den Flur und verstecke Milchtüten, doch als meine Klapperkiste mit einem sanften Röcheln den Start von Windows kund tat, stürzte ich mich an mein Lieblingsgerät und wühlte voller Tatendrang mich durch ein Tutorial, das mir die grundlegenden Züge der zu lernenden Erweiterung nahelag.
16:00 Uhr: Ich lade eine 122 MB große .zip-Datei herunter
16:10 Uhr: Ich entpackte die zip-Datei.
16:30 Uhr: Ich verstehe kein Wort dessen, was in dem Tutorial steht, fuchse mich noch durch andere Beschreibungen und schaffe es schließlich, den Sourcecode zu kompilieren.
17:00 Uhr: Das Programm arbeitet immer noch. Ich scrolle nebenbei gelangweilt in dem Programm rum, will es minimieren - und komme auf das "Schließen"-Kreuz.
Infolgedessen darf ich alles wieder löschen und noch einmal entpacken.
Um nicht ganz komisch dazustehen, installiere ich auch Dev-C++ neu.
17:30 Uhr: Der Kram ist entpackt und installiert. Ich starte den Compiler erneut.
18:45 Uhr: Der Mist ist endlich kompiliert. Ich folge den Anweisungen in dem Tutorial und erstelle einfach mal ein Testprogramm. Als ich es ausführen will, geht nichts. Einfach nichts.
Ich schaue in den Ordnern nach Dateien, die dort eigentlich sein sollten, und finde nichts.
Statt etwa 25 Dateien, die auf .a enden, finde ich etwa 20 Dateien, deren Ende .prs oder so ist, zumindest nicht .a.

Auch der Ordner mit den dlls ist leer, was nicht besonders förderlich für meine Vorstellungen ist.

19:00 Uhr: Ich wühle mich durch das Internet, finde eine vorkompilierte Version, rege mich darüber auf, warum mir der Mann im Tutorial zu der unkompilierten Version geraten hat, und beginne, die 152 MB große .exe herunterzuladen.
19:15 Uhr: Ich installiere die Datei. Das dauert ewig.
19:35 Uhr: Der Kram ist installiert. Jetzige Größe: 1,4 GB. Es folgt das langwierige Einbinden in Dev-C++.
20:00 Uhr: Endlich. Es sieht gut aus, eingebunden ist der ganze Scheiß, die Umgebungsvariablen sind korrekt gesetzt und auch die ganzen Backups habe ich wieder eingebunden.
20:01 Uhr: Test. Ich erstelle ein neues Projekt und kompiliere es. Bei Erfolg öffnet sich ein kleines Fenster mit einem Knopf, auf dem "Servus, Welt" steht.

F9

Das Programm kompiliert.

Windows+r, cmd, qmake -project

Geht auch noch.

Windows+r, cmd, qmake

Wunderbar.

Ich öffne den release-Ordner und führe einen Doppelklick auf meine .exe aus.

RUMMS! Fehler! Error! FATAL!
_ZN8QSysInfo14windowsVersionEv konnte nicht in QtCore4.dll gefunden werden!

20:03 Uhr: Ich breche in Tränen aus.
20:15 Uhr: Ich suche immer noch den Fehler. Angekommen bin ich derweil nur in einem französischem Forum, dessen Inhalt ich nur wenig verstehe.
20:30 Uhr: Was will Qt von mir? Auch der Hersteller weiß keinen Rat.
20:45 Uhr: Ich deinstalliere sowohl Dev-C++ als auch Qt. Mal wieder.

Und nun sitze ich immer noch hier, die Installation der beiden Komponenten dauert immer noch an. Ich habe mir zwischendurch eine Pause gegönnt, um meiner Verzweiflung Platz zu machen.


Soll sich doch Trolltech mit Qt in den Himmel schießen - ich verstehe immer noch nicht, wo das Problem war.

Vielleicht sollte ich auch bei Konsolenapplikationen bleiben und jemand probiert mir einen Hinweis zu geben... aber er könnte mir das auch einfach sagen, anstatt mich seit 5 Stunden zu quälen.


Und dir Moral von der Geschicht? Vergreif dich bloß an Qt nicht!

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"RAAAAAAAA" und *grmlbrmmlhrmmmm....*

Posted by Tim E. on Samstag, Oktober 25, 2008
Und wieder einmal nähern sich unsere ach so geliebten Ferien dem Ende.
Und wieder einmal rufe ich in mir auf, was ich geschafft habe und was ich vorhatte und nicht schaffte.

Und setze ich mich hin und schreibe tatsächlich all die Dinge auf, die ich vorhatte zu tun (wa ich jetzt tun werde).... nun, ihr werdet sehen. Also, folgendes hatte ich ursprünglich vor:

- Eragon 1 lesen
- Eragon 2 lesen
- Eragon 3 lesen (liegt auf meinem Bett!)
- Die Ratten lesen für die Deutschstunde am Montag
- Meine Bahncard kündigen
- Endlich den beschissenen web.de-Account kündigen
- Gebärdensprache lernen
- Die Noten für meine Klavierstücke raussuchen, die ich zu meinem Abi spielen will
- Ein Lied in die Notenform bringen
- Ein Bild malen
- Mindestens ein Lied komponieren
- Maße des Betts meiner Mama nehmen
- Aufräumen
- Was für den Intiguide machen
- In ein Freundebuch scrizzeln
- Mich um das Abibuch kümmern

Das ist das, was mir spontan einfällt.

Nun die Liste der Dinge, die ich geschafft habe:

- Ich habe in ein Freundebuch geschrieben
- Ich habe die Noten eines von vier Liedern wiedergefunden
- Ich habe mein Zimmer zur Hälfte aufgeräumt und schon wieder verdreckt

Zusammenfassung:

Die Ferien sind vorbei, ich habe nichts geschafft. Statt meiner Pläne habe ich gesoffen, gesoffen, gepennt, PC gespielt, mit Freunden gesoffen, Schlübbertalk gehalten, geschlafen, bei nem Freund gesoffen und PC gespielt, anschließend gepennt und dann habe ich noch gesoffen.


Bilanz/Fazit:

RAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!
*grmlbrmmlhrmmmm....*


Das wird nix mehr mit dem Leben....

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Ein Verzeichnis für Schüler?

Posted by Tim E. on Dienstag, Oktober 21, 2008
Und wieder einmal wurde ich enttäuscht.

Nein, es war weder das Einstauben meiner Stereoanlage, noch die Enttäuschung über die Tatsache, dass ich das ganze Geld, das ich mein Leben lang gespart hatte (nun ja, fast alles) auf einen Schlag ausgegeben hatte... es war die Enttäuschung über das Schülervz und die Beschränktheit in der Namensgebung.

So hatte ich mich nach einem Jahr endlich dazu durchgerungen, meinen Spitznamen "4mock" eintragen zu wollen, und schon wird man derbe mit einer Nachricht, der folgenden ähnlich, enttäuscht:

"Beim Ändern deines Spitznamens ist etwas schief gegangen. Der Spitzname enthält ungültige Zeichen."

Als ob man nicht einen Spitznamen mit Zahlen haben könnte? Ich scheine ja wohl der Gegenbeweis zu sein.


Doch nein, zu Boden geworfen und unterjocht wird man, erdreistet man sich, einen Namen mit Zahlen anzunehmen. Natürlich, ich bin gegen die Behandlung eines Menschen als Nummer ("Guten Tag, Herr 4885629!" "Ah, Nachbar #14, wie geht es heute Ihrer Tochter #3?"), aber als Spitzname werd ich doch wohl noch eine Zahl benutzen dürfen?


Ich sag dazu nur: "Schülervz! Dreist!!"

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Deutschlands schlimmster Straßenschreck

Posted by Tim E. on Donnerstag, Oktober 09, 2008
Als ich heute morgen erwachte, schwirrten noch die letzten Phrasen von menschentötenden Autos und knochenbrechenden Bussen durch meinen Kopf und mit einem letzten Zittern schüttelte ich auch jenes Automobil von meinem Ohr, welches sich doch so herzhaft darin verbissen hatte.

"Na prima", waren die meinigen Gedanken, "meine Prüfung ist erst in knapp 3 Stunden und trotzdem zitterst du schon..."

Galant und kein Stück überheblich schwang ich mich aus meinem Bett, stolperte in die Hose, knallte mir zwei Toast in den Toaster, aß einen, übergab mich fast in das Klosett und beschloss anschließend, lieber irgend etwas beruhigendes zu machen, bevor ich den erneuten Versuch der Nahrungsaufnahme starten sollte.

Leider war es Mister Time, der an die Tür klopfte und mich mit gebieterischer Stimme zwang, die Wohnung zu verlassen.


So pendelte ich mit einem flauen Gefühl in der Magengegend zuerst zum Lehrerzimmer meiner Schule, wo ich das ach so sorgfältig hergestellte Kunstprojekt in ein Fach meiner Wahl schleudern ließ und schritt erst anschließend zügig in Richtung Fahrschule.

Der Herr Zeit hatte es gut mit mir gemeint und mich einiges früher als gedacht aus seinem Taxi gelassen, sodass ich gute fünf Minuten hatte, um noch kurz mein aktuelles Lieblingslied über die Sony Ericsson-Kopfhörer in mein Gehirn dröhnen zu lassen (es ist übrigens White Storm von Ensiferum).

Doch mit dem letzten Beckenschlag war es auch schon Ron, der mir in das Gesicht grinste und irgendetwas zu sagen versuchte, doch leider verstand ich durch diese Ohrstöpsel einfach kein Wort. Nun, eine Befreiungsaktion, ne knappe Begrüßung und einem liebevollen Fausttausch später war ich es dann, der an dem Steuer des Golfs saß und immer noch innerlich aufgewühlt die Außenspiegel einstellte.


Und dann habe ich alles gerissen, verpatzt, abgewürgt und versemmelt, was man sich bei einem Fahrschüler vorstellen kann. Und das ist echt ne Menge.
Ein Buch, welches mir gerade so vorliegt, fasst einen Begriff recht passend zusammen:

Abwürgen, das: Fähigkeit, die Anfänger bis zur Perfektion beherrschen, speziell mitten in der Kreuzung ... Die anderen Autofahrer spenden daraufhin stets beifall per Hupkonzert.
Nun, ich probierte mit angezogener Handbremse anzufahren, schaltete das Fernlicht anstatt des Blinkers ein, erschreckte zwei Kinder, spülte ungewollt die Scheiben, probierte in Sackgassen, Einbahnstraßen falschherum, in Fußgängerzonen oder auch in "Für Autos verboten"-Zonen zu fahren, schaffte es vier Mal den Gang nicht richtig einzulegen und den Motor verrecken zu lassen, verschlief eine Grünphase, übersah eine durchgezogene Linie, probierte an einem Bahnübergang zu überholen und parkte so grottig ein, dass ich gleich auf der Straße hätte stehen bleiben können.

Rons Kommentare und Lobgesänge fielen ebenso karg aus, wie meine Fahrkünste am heutigen Tag erschienen.


Und als ich es endlich auf dem TÜV-Gelände zum Stillstand geschafft hatte, war es wie das Sahnehäubchen auf einer fetten Torte, als der Prüfer, der zielstrebig unser Auto aufsuchte, sich Ron beiseite nahm und eine Viertelstunde sich erst einmal mit letzterem stritt.

Fahrlehrer, der: [...] Seine Qualitäten kommen erst bei der Fahrprüfung zum Vorschein: Der ideale Fahrlehrer versteht es meisterhaft, den hinten sitzenden Prüfer in abstruse Gespräche zu verstricken und derart abzulenken, dass dieser gar nicht merkt, welchen Stuss der Prüfling zusammenfährt, sondern anschließend freudig zur bestandenen Fahrprüfung gratuliert.
So steht es geschrieben. Doch was ist der Fall, wenn es der Fahrlehrer ordentlich mit dem Fahrprüfer versemmelt hat?

Richtig.
Keine Ablenkung.
Blanke Aufmerksamkeit.
Der eiskalte Blick des Prüfers auf den aufgestellten Nackenhaaren.

Und nach einer weiteren Viertelstunde des Wartens und Hoffens war ich an der Reih.
Fast wie tiefster Sarkasmus bohrte sich der mit einem Lächeln begleitete Händedruck in mein Herz und hinterließ dieses Gefühl der Unbehagnis.

Und ich musste losfahren.
Runter von dem TÜV-Gelände und raus in die große, weite, gefährliche Welt...


!--! spannendes Musikintermezzo !--!


Blinker setzen, bremsen, umschauen. Runterschalten, anfahren, abbremsen um vor den Laster schauen zu können. Anfahren, bremsen. Abwarten, bis Autos vorbei sind. Anfahren, einlenken, stehen. Blinker nachsetzen, anfahren, dreifach absichern und links rum. Zweiter Gang. Gas. Dritter Gang. Gas. Blinker nach links zwecks Fahrstreifenwechsel, Innenspiegel, Außenspiegel und Schulterblick, rüber. Gas. Bremsen. Leerlauf zwecks Fußentspannung. Auf dem Lenkrad mit den Fingern trommeln, eine Melodie summen, dann den stechenden Blick des Prüfers durch den Rückspiegel auffangen. Schweigen. Erster Gang, anfahren. Zweiter Gang, über die Kreuzung, in die Zone 30.
Links, links, geradeaus, rechts, aufpassen, blinken, ausweichen, Fahrad vorbeilassen.

Bis jetzt kein Kommentar des Prüfers.

Blick zu Ron. Guckt grimmig. Gut? Gas. Um die Grünfläche fahren, rechts abbiegen. Ende Zone 30. Dritter Gang. Gas. Vierter Gang. Bremsen. Ampel.

"Links abbiegen bitte."

Einordnen. Grün. Pfeilampel? Keine Ahnung, abbremsen und schauen, schauen, schauen.... Nickerchen... schauen, schauen - Gas.
Zweiter Gang, Gas, dritter Gang, Gas, vier--- doch dritter und rollen lassen. Ampel. Abbiegen, wieder rechts. Autobahnbeginn. Bleifuß. Dritter, Vierter Gang. Rauf bis 90 km/h, dann fünfter Gang. Alles gut.
Schließlich Ausfahrt, gleiche wie in der Probefahrt davor. Prüfling hat dazugelernt. Schulterblick, rechts halten. Blinker setzen, ganz abbremsen, zwischen LKW und Leitplanke durchquetschen, vorfahren bis zur Ampel. Abbiegen, gerade weiter.

"Auf den TÜV-Parklatz, bitte."


Ich parke auf dem Parkplatz, von dem wir auch gestartet sind und schaue auf die Uhr.

"Mistig, das Einparken fehlt noch... "

"Geburtsdatum?"

Eine fiese Frage, mit der ich nicht gerechnet hatte. Doch nach 20 Sekunden hatte ich schon die Antwort parat. Und scheinbar im gleichen Zuge überreicht mir der Mann eine kleine, unwichtig aussehende Plastikkarte, die in unserer Gesellschaft jedoch einen unglaublich hohen Wert hat...

Nichts. Keine Beanstandung, keine Fragen, keine Kommentare. Einfach nichts. Ron schaut btw. auch nicht schlecht, er ist stolz auf mich.

Und ich stehe da, in der Mittagssonne, habe meinen Führerschein. Einfach so. Und dabei war die Generalprobe so grässlich...


Zufrieden funkelt mir der "Lappen" entgegen, in Siegespose lächle ich mir selbst ins Gesicht.
Wer darf morgen Abend nach Hause fahren? Allein? Wer hat das Privileg, die Geschwister in oberpeinlichen Auftritten von den Partys abzuholen? Wer muss nun einkaufen fahren?


Ich.


Ich war selten stolzer auf mich selbst.

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In unserer Küche

Posted by Tim E. on Sonntag, September 28, 2008
Gerade eben standen wir zu dritt in unserer Küche um den Mülleimer und schauten tief in jenen hinein, da wir soeben eine große, grüne Schimmelflechte auf dem Boden des Bottichs entdeckt hatten.

Tim: "Und nun?"
Flo: "Wir machen das wie jede Woche. Wir kaufen uns nen neuen."
Jonny: "Also ich mach den Deckel einfach drauf."

Nun, so verbleiben wir erst mal. Vielleicht haben wir ja in 2-20 Wochen feinste Erde!

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