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Noch 11 Stunden...

Posted by Tim E. on Donnerstag, April 16, 2009
... dann bin ich schon da.

Ein Raum, voller Leute, ein jeder an seinem Einzeltisch. Auf diesen Getränke, Stifte, vielleicht der ein oder andere Tintenkiller.
Die Gesichter verraten unterschiedlichste Gemütszustände - es gibt die ruhigen, gelassenen Typen, aber auch die nervösen.
Es gibt die Bangenden, die auch durch ein leichtes Zittern ihre Unruhe preisgeben. Es gibt die Zerstörten, die nun schon weinen und sich nicht mehr fassen können. Und sie alle haben eines gemein:

Sie schreiben das Abitur.

Morgen - Deutsch.


Ich wünsche allen das Allerbeste. Lasst euch nicht unterkriegen von den Aufgabenstellungen. Mampft mal was, wenn ihr nicht weiterwisst. Das wird - und wird.

Toi, toi, toi.

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Frohe Ostern!

Posted by Tim E. on Sonntag, April 12, 2009


Ich habe gemalt und wünsche allen ein schönes Osterfest!
(Auf das Bild klicken, um es größer zu sehen)



P.S. Und ja, es war merkenau, der mich auf die Idee brachte, zu malen.
Aber bild dir da jetzt bloß nichts drauf ein, merk. Nur, weil ich Ostern vergessen hab^^

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Uwe Tellkamp - Oder: Der Glückspilz im Schlafrock

Posted by Tim E. on Mittwoch, April 08, 2009
Fast jeder Schüler, der in den nächsten Wochen Abitur machen wird, kennt ihn.
Auch andere Jugendliche, die nicht mit verschlossenen Ohren durch die Welt rennen, erinnern sich an seinen Namen.
Erwachsene sowieso. Obwohl nicht alle wissen, um wen es sich dreht. Deutschlehrer, zum Beispiel, wissen Bescheid. Oder einfach solche, die mindestens ein halbes Auge auf die postmoderne Literatur dieser Tage und Jahre werfen.

Klar, die Überschrift haben wahrscheinlich alle gelesen, es geht um Uwe Tellkamp, Revolutionär und vielfach ausgezeichneten, hochgelobten, gepriesenen und vom Papst wahrscheinlich auch noch gesegneten Wandler zwischen den Staaten der Unverständlichkeit.

Geboren im sächselnden Dresden und heute ein paar Ecken weiter unten, nämlich im blubbernden baden-württembergischen Freiburg lebend, publiziert dieser Arzt von Zeit zu Zeit Texte, die die Welt revolutionieren.

Zumindest die deutsche Welt.

Und wenn seine Texte das nicht tun, treiben sie Schüler, Jugendliche mit offenen Ohren sowie erwachsene (na, ich schreib mal lieber "ältere") Menschen in den Wahnsinn. Ganz schnell und einfach so.

"Warum so böse Worte, der Mann weiß, wovon er spricht (oder sollte ich "schreibt" sagen?)! Der Mann hat studiert!!"


Ja, studiert hat er. Medizin. Nachdem er im Knast saß, weil er Dienstverweigerer war. Und alles drei, der Knast, der Bund oder die Medizin wären besser für mich (uns) gewesen, als das, was er heute produziert. Aber ich möchte nicht unhöflich sein und mit meiner misepetrigen Laune polarisieren und um mich werfen wie mit vollgeschnupften Taschentüchern (und davon habe ich gerade sehr, seeehr viele (A.d.A.: Heuschnupfensaison. Yeehay!)). Also.


Man darf sich das Ganze folgendermaßen vorstellen: Klein-Uwe sitzt bei sich daheim, eigentlich ist er gar nicht mal mehr so klein, jedenfalls kann er schon prima auf sein Töpfchen gehen und mit Messer und Gabel essen, doch kleckert er ab und an noch und wenn er Hausaufgaben machen soll, pfuscht er, jedenfalls sitzt er da und hat einen Füllfederhalter in der Hand, links, oder in der Rechten, man weiß es nicht genau, ist ja auch egal, denn er versucht ja zu schreiben, nicht einfach irgendetwas, sondern einen Text, der die Menschheit revoluzinieren soll, schon viele Texte hat er gelesen, postmodern stand drüber, einfach waren sie alle, gemischt unter den Gattungen, die ihm offenbart wurden, viele postmoderne Autoren haben schon die wirrwitzigsten Stilmittel der letzten 500 Jahre genommen und in einen Topf geworfen, viel wirrer Kram wurde schon geboren - doch Uwe reicht das noch nicht, er will etwas besseres, er will neues, also setzt er den Füller an,
der Kopf ist nicht so wie die anderen Organe, der arbeitet anders, sagt Frau Schnabel, sie ist Biologielehrerin schon seit mindestens 50 Jahren, jedenfalls glaubt Uwe das, wenn er sich die faltigen Fettwülste ihres aufgedunsenen Nackens anschaut und dabei die kleinen Schweißperlchen beobachtet, die sachte schlängelnd dahinschmelzen und sich um Haar und Haar winden, den Weg suchen gemäß der Schwerkraft (Formelzeichen g oder G oder P oder was auch immer, ist das nicht irrelevant?) und schließlich mit einem plumps,
der Tintenklecks war schon entstanden, einfach und imposant leuchtet er, jedoch in seiner Leuchtkraft wie ein phosphoreszierender Körper abnehmend, das anfänglich sich in dem Kleks spiegelnde Gesicht von Uwe ist verzerrt als stünde er unter Schlägen,
die Hand fährt wieder in seine Haare, stürzt auf seinen Kopf, lässt der Energie freien Lauf und bewirkt das Klatschen, das man in der ganzen Klasse hören kann, Frau Schnabel schimpft keuchend, ächzend presst sie die Worte zwischen ihren fetten Lippen hervor, die Uwe niemals verstehen wird, das Gehirn spricht seine eigene Sprache, niemand kann sie aufschreiben, niemand anderes als man selbst kann sie verstehen,
die Sprache ist nur ein Hilfsmittel, sie umschreibt nur Gegenstände, sie ist nicht der Gegenstand, man sieht dies schnell an der Tatsache, dass Gegenstände die gleichen, ja fast selben Bezeichnungen haben können, jedoch auch manche Bezeichnungen mehrere Gegenstände beschreiben, Sprache ist also nur ein Ersatzmittel oder Hilfsmittel, um die Wirklichkeit zu beschreiben,
doch was in dem Kopf der Menschen vorgeht, ist seine eigene Wirklichkeit, Cogito ergo sum, ich denke also bin ich, Descartes, ist es also so leicht, die Wirklichkeit herzustellen, was ist die Wirklichkeit, er stützt sich bei diesen Worten auf die Lehne seines Lehrerstuhls, die im Philosophieraum sind irgendwie bequemer als die anderen Sessel - oder Stühle? man weiß es nicht genau, einige sind irgendwie ein Mischung aus beidem,
der Kleks mischt sich mit der tintenlösenden Mixtur aus dem weißen Stifte und ist nicht mehr zu sehen, doch Uwe weiß nichts mehr aus der Schule, er gilt als schlechter Schüler und deshalb beginn er den komplett bekloppten Versuch, die Gedanken, die ihn umgeben, in einer Sprache wiederzugeben, möglichst so, wie Gedanken sind, er macht sich erst gar nicht die Mühe, richtige Satzkonstrukte zu erstellen, ein Komma ist ein Komma, ein Komma ist ein Punkt mit einem Häkchen, Punkt oder Komma, ist doch egal, Uwe schreibt, schreibt, schreibt, ohne Punkt, Kommas lassen sich schneller schmieren, seine Gedanken, sie sind so wichtig, dass er nicht einen einfachen Satz bilden kann und so schreibt er sie alle auf, alle Eindrücke, alle Gedanken, alles hintereinander (man darf Gott danken, dass Uwe wenigstens Absätze benutzt hat), zu lesen ist das Ganze zwar nicht mehr, aber scheiß drauf, ich bin toll, ich habe ein neues Stilmittel entdeckt,
Ei der Daus, sprach der Orville zu seinem Bruder Wilbur Wright, als sie wieder einmal mit einem Luftschiff durch die Welt düsen, wir haben etwas neues entdeckt, leider ist ein Loch im Tank und wir haben ein Leck, ich weiß, sagt Wilbur, wir stürzen ab, die Geschichte ist hier wohl
aus.



Auch meine Rage findet einmal ihre Ruh. Ich weiß noch, wie man Sätze bauen kann und darf. Es ist gar nicht mal so schwierig! Ein paar einfache Grammatikregeln, meist lediglich Subjekt, Prädikat, Objekt müssen eingehalten werden - voilá!

Die Kuh macht "Muh".
Das Auto ist rot.
Fu ruft Fara.

Einfache Sätze, einfache Texte. "Billig", mag jetzt von einigen Klugscheißern kommen - doch halt!

Habt ihr die drei Beispielsätze verstanden? Ich für meinen Teil schon. Und jetzt betrachten wir noch einmal den Tellkamptext. (Ich spreche übrigens gerade und die ganze Zeit schon von "Der Schlaf in den Uhren").
Okay, nach dem dritten Lesen habe ich den Text auch zum größten Teil verstanden. Doch ich - ich bin vielleicht eine Ausnahme. Nicht jeder hat so ein gutes Textverständnis. Eingige brauchen fünf Durchläufe, andere (arme) Seelen gar zehn. Und wieder andere Leute verstehen den Text selbst nach dem einhundertsten Lesen nicht!

Meine Frage an die versammelte Menschheit (die mein Blog liest und sich bis hier durch den Buchstabensalat gekämpft hat) ist: Was bringt ein Text, in irgendeiner Art und Weise veröffentlicht, wenn man ihn nicht versteht?

Was ist der Sinn meines Blogs, wenn ihn keiner versteht?

Ich schreibe nicht für mich. Und wenn ich für mich schreibe, behalte ich es in meiner Schublade. Bei mir. Nicht für die Augen anderer bestimmt.

Doch ein Text, der veröffentlich wird? Es ist nicht die Schwierigkeit, die man haben muss, um den Text zu verstehen, die den Text gut macht.

Was ich damit sagen will, ist, dass ein (in meinen Augen - und jaaa, ich bin nicht unfehlbar und unglaublich erkennend und wissend) Text durch seine einfache Verständlichkeit und dennoch einer fantastischen Informationsdichte, auf welcher Ebene auch immer, gut wird.

Ich lese es, ich verstehe es - was will ich mehr? Was will der Autor mehr? Ein Ziel des Autors ist es vielleicht, verstanden zu werden. Oder ist es das Hauptziel? Was bringt (mir) dieser Blogeintrag, wenn ihr, meine treuen Leser, ihn nicht versteht? Ganz einfach:

Nichts.

Denn ich schreibe dies hier nicht für mich.



Fazit:
Sehr geehrter Herr Tellkamp. In den letzten drei Worten vor dem Punkt (das ist das runde Ding) habe ich drei Male Doppelbuchstaben verwendet. In meinem Kopf schwirren noch ca. 30.000 Kommas, die eingesetzt werden wollen. Und doch kann ich diesen Drang unterdrücken. Auch den, total irrelevante Informationen in meinen Text einzubauen (oder doch nicht?).

Ihr Text ist nicht schlecht, nicht anspruchslos. Sie haben viele Ebenen benutzt, eine ansehnliche Menge an Informationen vermittelt, sogar noch vieles mehr. Nein, anspruchslos ist Ihr Text nicht.

Aber falsch.

Man schreibt keinen Text so bescheuert, dass man sich einen Knoten in den Kopf machen muss, um ihn zu verstehen! Ihre Kugel ist etwa 50 Millionen astronomische Einheiten am Ziel vorbeigeschossen und im Sumpf versunken. Lesen Sie noch einmal Kinderbücher. Dann erfahren Sie, was verständlicher Stil ist. Und wo wir schon einmal dabei sind: Lesen Sie die Bücher laut. Denn das Vorlesen ist nicht ihre Stärke. Überhaupt nicht. Sowieso hatten Sie einfach sehr, sehr viel Glück.
Denn es gibt immer Menschen auf der Welt, die einen wirren Geschmack haben. Vielleicht haben die sich aber auch nur an einer Pizza verbannt. Oder an einer Wurst im Schlafrock, direkt vom Grill? Und dann sind da noch solche, die sich Dinge nur einbilden. Zum Beispiel einen grandiosen Schreibstil. Doch mit Können haben Ihre Texte nicht viel am Hut.

Und so bleiben Sie im Endeffekt wahrlich nur der Trüber der Geschmäcker - der Glückspilz im Schlafrock.




A.d.A.: Und Sie, lieber Blogbetrachter, lesen Sie auch: Wie man einen Landesbeauftragten und seine Kollegen auf der Suche nach einem Text für das Deutschabitur rechtzeitig erschießt.

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Die Welt macht mich heute wahnsinnig

Posted by Tim E. on Montag, April 06, 2009
- oder ist es mein Rechner und das Internet?

Alles fängt damit an, dass ich mich an meinen Rechner setze und den An/Aus-Knopf drücke. Schließlich drehe ich mich zum Monitor, schaue gebannt dem Ladebildschirm zu, hämmere anschließend auf der Tastatur rum, um die fiepsende Hintergrundbeleuchtung zum Schweigen zu bringen und schalte meine Maus in den wohligen 1600 dpi-Modus. Standard.

Als ich mein Kennwort eintippen will, fällt mir das erste Problem auf: Meine Hände sind kalt.

Und das bedeutet ferner, dass ich nur etwa halb so schnell tippen kann und dabei auch eine sagenhafte Mühe an den Tag legen muss, da ich sonst die Tasten nicht treffe.

*seufz*

Nun gut, man kann nicht alles haben. Ich drehe also die Heizung 5 Stufen höher und starte meinen Feuerfuchs. 8,23 Sekunden Ladezeit. Ist ok. Mir springen 12 Tabs vom Vorabend ins Gesicht. Ich habe keine Lust, die Dinger zu schließen und erschieße den Fuchs.

*bumm*

So, Ruhe.

Als nächstes starte ich das Spiel X-Force, das ich vor 2 Tagen erfolgreich aus den Untiefen meines Rechners ausgebuddelt habe. 1 Stunde zocken, dann waren all meine Leute tot, die Basis stand in Flammen und die Erde bestand eigentlich nur noch aus Kleinstteilen, weshalb man sie eigentlich Brösel (nicht zu verwechseln mit dem Comiczeichner von Werner) nennen sollte.

Deprimiert versuche ich, das Spiel zu beenden. Es geht nicht. Esc macht nix, F10 auch nicht, Alt+F4 hängt irgendwie auch, Srg+Alt+Entf braucht ewig und erst der Druck auf die Windows-Taste macht dem Spuk ein Ende. Jedenfalls trullert der jetzt nur noch minimiert weiter.
Schließlich meldet sich auch mein Taskmanager aus seinem Urlaub zurück und hilft mir sogar fast beim ersten Anlauf, die ganzen ünnötigen Prozesse zu beenden.

Musik. Jetzt brauch ich Musik.

Zack, Klick auf Winamp.
Bumm, Winamp offen.
Rumms, Klick auf einen Interpreten.
Fieps, kein Interpret gefunden.

Scheiße, die externe Festplatte hängt noch nicht dran. Bedeutet: Unter den Tisch kriechen, das Ding anschließen, aufjaulen, als ich mir den Kopf stoße, Musik hören.

Standard.

Meine Maus kursiert gefühlte 1,2 Sekunden wieder über dem Firefox-Knopf. "Nagut, starte ich halt eine Wiederbelebung." klick

Während ich im Takt des Liedes "Biene Maja" den Brustkorb des Tieres bearbeite, wandert mein Blick auf den Saustall, den ich Zimmer nenne. Speziell suche ich den Blickkontakt mit meiner Matraze, die ich Bett schimpfe.

Taschentücher, Nivea-Creme, ein Hut, 14 Comics, Klamotten, Schund - ach Quatsch! Das such ich doch gar nicht!

Verärgert kick ich meine Schulsachen frei.

"Lern für das Abitur!"

Verschämt wandert mein Blick zu dem Passfoto meines Deutschlehrers, das an meinem Monitor klebt, um mich tagtäglich an mein Abitur und den damit verbundenen Lernaufwand zu erinnern. Ich seufze gequält und schlage meinen Politikordner auf.

abiunity.de

Das ist es, was mir entgegenlächelt. Und ich lächle zurück. Eine Internetadresse - prima! Da kann ich lernen und gleichzeitig am Rechner sein!

Geschwind drück ich die Adresse dem Fuchs rein, der sich gerade unter Ächzen und Stöhnen erhoben hat. Gleichzeitig öffne ich noch einen Tab und besuche (oder eher versuche) wacken.com.



Nach 12 Sekunden das erste Lebenszeichen. Ich sitze derweil schon mit der Schrotflinte vor meinem Rechner und ziele auf letzteren.
Es ist die abiunity, die sich meldet.

Lasziv flötet sie mich inhaltlich mit folgendem Textchen an:

Leider ist diese Seite mometan Schrott, aber besuchen sie doch unsere Ausweichseite, wir versuchen auch (blabla) so bald wie möglich wieder die eigentliche Webseite zur Verfügung zu stellen (bla).
Hm. Ich klicke auf den Link, wechsle währenddessen zu dem Wacken-Tab. "Seite konnte nicht gefunden werden" steht da. Na klasse.

Ich hämmer halt auf den F5-Knopf (Standard), wechsle zu dem abiunityersatzwebseiten-Tab und wühle mich durch die Foren.

Kurz und knapp gesagt: Ich finde etwas, was mich interessiert. Fachbereich Politik, eine Zusammenfassung. Klick. Donwload. Response. "Nur für angemeldete Nutzer."

So klicke ich anschließend auf den "Registrieren"-Knopf, fülle das Formular aus, schicke es ab, beende den erfolglosen Wacken-Tab und öffne mein Postfach.


110 ungelesene E-Mails winken mir entgegen.
Gleichermaßen unwichtige wie wichtige, wobei die wichtigen Mails von den unwichtigen verdeckt werden. So geht die nächste halbe Stunde für die Selektion von E-Mails drauf, einige werden beantwortet, viele gelöscht, andere wiederrum weiter zur Seite geschoben.

Zu guter Letzt: Die Anmeldungsmail der abiunity. Klick auf den Anmeldelink. "Error 404".
Hm.
Anderer Link, selbes Ergebnis. "Error 404".
Auch die anderen beiden Links geben mir das selbe Ergebnis. 404 halt. Standard.
In meinem Kopf dämmert es. Natürlich, der Link verweist auf eine Seite der abiunity - und welche Seite ist gerade down? Richtig. Abiunity.

Seufzend starte ich ICQ und MSN. 14 Sekunden Ladezeit. Anmelden.

ICQ will sich aus einem mir nicht bekannten Grund nicht einloggen, MSN hängt sich auf und freezt für kurze Zeit meinen Rechner.
Ich schnappe mir kurzerhand meine Schrotflinte und gebe zwei Schüsse in den Monitor ab. In der selben Sekunde fallen MSN und ICQ sterbend zu Boden.

Meine Hoffnung: Das schülerverzeichnis. Gut, besser, svz? Nicht bei mir.
Der Plauderkasten verarscht mich, bleibt minimiert, wenn ich ihn anklicke, lädt dafür aber sehr viele Daten und schmiert schließlich ab. Na klasse. Und zusätzlich kann ich keine meiner Freunde auf Bilder verlinken. Das Drop-Down-Menü bleibt leer.

Mein Mathelehrer schreibt mir ferner, dass er gerade in Polen chillt und mir keine Matheunterlagen schicken kann. Ich bin ihm nicht böse, aber schon etwas in meiner Handlungsweise eingeschränkt. Beschämt schiele ich auf das Integral, was ich nicht lösen kann.
Nun ja, da kann man nichts dran ändern.


Zuguterletzt beschließe ich, zu bloggen. Mein Fuchs rennt mir spontan weg und lässt sich eine gute Zeit nicht mehr blicken.
Als ich ihn dann endlich einhole, läuft er irgendwie nur noch mit halber Geschwindigkeit - und wird ab und an einfach mal weiß, bevor er zu seinem alten Glanz zurückwechselt.
Weiß? Sollten wir nicht langsam Frühling haben?

"Sie haben Schnee vorausgesagt", hör ich von irgendwo.


Schnee? Im Frühling?


"Standard", sagt die Klimaerwärmung und grinst mich blöde an.

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The Adventure Of Ness

Posted by Tim E. on Dienstag, März 24, 2009
Der 19-jährige Ness Grube lebt ein Leben wie jeder andere auch. Er spielt viel Computer, hat Realitätsverluste und auch keine Freunde. Wie im echten Leben halt...
So ist sein Tagesablauf geprägt von den Tücken, die die Welt einem erfahrenen Spieler und Suchti bietet - ob es das Stoßen an der Tür ist, die einem leben klaut oder es sich um das Erkennen der Wetterlage handelt - im normalen Leben gestaltet sich dies alles unglaublich schwer. Gerade richtig also, dass Ness alles auf seinen Computer bezieht.
So gleicht sein Leben, besonders das in der Schule, einem großen Rechner, der sich in regelmäßigen Abständen in den Standby-Modus versetzt.

Doch leider gibt es immer Neider, die mit der harten Realität nicht zurechtkommen. So wird Ness leider vor seinem Haus von zwei schrecklichen Rüpeln angefallen, die ihm übelst zurichten und seine Habseligkeiten stibitzen.
Zwar liegt der Rucksack, den die Beiden Ness abgenommen haben, auf einem Dach über dem 1. Stock, doch stellt dies für Super-Ness kein Problem dar. Schließlich gibt es Respawn.


Und wer sich jetzt fragt, was das Ganze soll, der hat definitv eine der richtigen Fragen gestellt. Und ich werde eine Antwort geben.

Diese kleine Geschichte ist das Ergbenis jahrelanger Arbeit mit der Kamera (13 Stunden), tausender von Überstunden unseren Schnittteams, bestehend aus aberwitzigen 1000 Mann (40 Stunden Schnitt, alles Jonny) sowie Unmengen vertilgter Butterbrote und Unmengen Kaffee (das kann man so hinnehmen).

Für unsere Englischgrundkurse (ja, der Film ist leider in englischer Sprache, doch man sollte die Handlung aufgrund unserer Wortkargheit mitbekommen) haben wir uns eine Menge Zeit genommen und diesen Film erstellt, der unser aller Rettung sein soll - denn immerhin bestimmt er unsere Englischnote für das 4. Halbjahr.


Und um euch nicht weiter auf die Folter zu spannen, sag ich nur noch ein paar Worte:

Lärm. Krach. Ein Asthmaanfall. Einstürzende Gebäude. Hunger, Tod, Mundgeruch. Krieg. Action. Knatternde Motoren. Ein See. Zwei Menschen. Drei Stellungen. Vier Kameras. Kakaopulver. Eine Intrige. Blut. Tote. Noch mehr Blut. Ein zauberwürfel von Rubik. 2 1/2 Minuten. 40 Fässer Kerosin.

Das kommt alles nicht vor. Doch nun zum Film. Schaut ihn euch doch einfach mal an. Und schreibt fleißig Kommentare!



Erster Teil - Link auf youtube

Und hier, weil wir keine 16 Minuten Film hochladen durften, der zweite Teil.



Zweiter Teil - Link auf youtube

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Umfrage

Posted by Tim E. on Montag, März 23, 2009
Auf die Frage "Wie viele Gegenstände (außer Müll) habt ihr in euerer 'Hauptjacke'", haben lediglich 3 Leute außer mir geantwortet.

Das Ergebnis zeugt von der Unvorbereitetheit, in der wir heutzutage leben müssen:
Ein Jemand hat nur 1-5 Gegenstände in seinen Taschen, 2 weitere Personen schon immerhin 6-10.

Doch reicht das denn? Sollten wir nicht immer vorbereitet sein, falls eines Tages urplötzlich ein Krieg hereinbricht? Oder tragen diese Personen auch ihre Handtaschen/Beutel/Rucksäcke mit sich?

Vielleicht haben sie es aber auch leichter im Leben. Denn immerhin dürfte das Gewicht ihrer Jacken unter dem meines Mantels liegen (es sei denn, sie tragen 3 Elefanten mit sich herum).


Heute habe ich mal keine Lust auf ein Fazit oder eine Zusammenfassung oder eine Moral. Ende.

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Wozu der ganze Mist?

Posted by Tim E. on Freitag, März 06, 2009
Federmäppchen: Zwölf Stifte, Filz- oder normal ist egal, ein Füller, Tintenkiller, ein bis zwei Bleistifte, Radiergummi, Kugelschreiber in schwarz und blau, Edding, Textmarker.

Eine nette Füllung, sicherlich auch das Meiste brauchbar. Schauen wir einmal eine Ebene höher, nämlich in den Ranzen:
Federmäppchen, Käsebrot in Brotdose, vierzehn Bücher, drei Blöcke (liniert, kariert und komplett weiß), Kleber, Schere, Locher, Tacker, Schreibhefte für jedes Fach, Mappen für jedes Fach, vielleicht noch ein Ordner, der die Mappen hält.

Was haben wir uns damals abgeschleppt. 12 Kilogramm auf dem Rücken, dabei ist man gerade einmal 30kg schwer. Als meine Mama mir sagte, dass sie damals in der "Oberstufe" (was auch immer das sein sollte) lediglich einen Block und einen Stift mit sich trug, habe ich den Kopf geschüttelt und dies als freche Lüge abgeschüttelt.

Und heute?

Schauen wir doch einmal in meine Umhängetasche, in die etwa nur ein Drittel dessen passt, was früher Platz in einem Ranzen fand.

Zusatz: Ich nehm einfach mal die Tasche, wie sie gerade ist. Also:
Ein Plüschelefant aus der "Sendung mit der Maus" (fragt nicht), 1,5 Liter Cola, 2 Stulpen, die meine Mama gestrickt hat, eine leere Schokoladenverpackung, Lakritzschnecken von Haribo, eine Flasche schwarzen Nagellacks, ein Weinkorken.

Fällt euch etwas auf? Richtig, nichts dessen, was ich aufgezählt habe, ist notwendig für den Schulverlauf. Also bei der Cola kann man sich streiten, da ich ohne ja nicht nicht einmal in Gänge komme, aber ansonsten - nichts ist relevant für die Schule. Und dabei machen diese Dinge etwa 50% des Platzes und des Gewichts der Tasche aus! Nun, weiter gehts:
Ein karierter Block (na endlich was für die Schule!), in dem tausend Zettel stecken, drei Kugelschreiber, zwei Bleistifte, ne Nagelfeile, noch zwei Fläschchen Nagellack, ein Klebestift von "der Maus", ein Anspitzer und ein Edding.

Das wars.

"Was, keine Bücher, keine Arbeitshefte, kein linierter Block, kein Tralala oder ne Brotdose?"

"Nein. Und wenn ich wollte, könnte ich auch nur mit einem Zettel und einem Stift in die Schule gehen. Und keiner würde sich beschweren."

Komisch, dass jetzt, wo ich vielleicht 70kg auf die Waage bringe, kein Ranzen der Welt mehr als 3kg wiegt. Irgendwie scheint die Welt verdreht, kleine Grundschüler sollten diese Last zu tragen haben und wir großen Leute die ganzen Bücher schleppen müssen. Aber nein, so nicht. Ich gehe mit Krempel in die Schule, den ich nicht einmal brauch. Heute Vormittag war sogar noch ein Buch von Walter Moers in meiner Tasche, die ich aber im Laufe des Tages an meine Musiklehrerin verliehen habe.

Einfach verrückt.


Doch halt, da fehlt noch etwas! Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass ich nicht eine Überschrift wie "Wozu der ganze Mist?" wähle, wenn ich nur über ein paar popelige Bücher und einige Zettel berichte!

Oh nein.


Eigentlich wollte ich über etwas ganz anderes schreiben. Nämlich über den mysteriösen Inhalt meines Mantels.

"Des Mantels?"

"Ja, des Mantels."

"Lass es mich anders ausdrücken. *räusper* *mit theatralisch dramatischer Stimme* Des MahAntels?????? *große Augen, Schweiß, Erfurcht*"

"Ja, DES Mantels!"

Jeder, der schon einmal mein allerbestes Stück halten durfte, wird sich an die Masse erinnern. Und so ist es auch mit meinem Mantel. Der ist ebenso massiv.
Und falls die Frage "Was ist denn da so alles driiiiin?" war, möchte ich all euch neugierigen Menschen mal erzählen, was in meinem Mantel wohnt. Wohlan!


Ich beginne mit meiner linken Brusttasche, außen:
  • Ein Stoffhandschuh für die linke Hand, gekauft an Silvester bei Nanu-Nana. Das Ding ist löchrig und notdürftig genäht
  • Kontoauszüge, kleingefaltet
  • Ein "Minzspender" von der CeBit
  • 4x Zucker in kleinen Schläuchen aus diversen Cafés
  • Eine Plastikrose. Man weiß ja nie, wann man einem netten Mädchen begegnet.
  • Ein Feuerzeug
  • Ein Sturmfeuerzeug
  • Ein Labello, der nach Erdbeere schmeckt

Rechte Brusttasche, außen:
  • Der rechte Stoffhandschuh, ebenso zerlöchert und geflickt
  • Ein Anti-Asthmatikum
  • Ein Kugelschreiber
  • Religionsunterrichtszettel
  • Ein Stempelkissen
  • Der legendäre "Fail"-Stempel (danke an den moc!)

Rechte Manteltasche:
  • Ein Lederhandschuh, der an die rechte Hand gehört
  • Ein Zauberwürfel von "Rubik's", er ist abgegrabbelt
  • 2x China-Böller "D", man weiß ja nie!
  • Subway-Gutscheine
  • Ein Zimt-Gummibärchen-Stern aus Marburg, muss aus der Tüte rausgefallen sein
  • Ein Flyer aus einem Irish Pub aus Marburg
  • Müll (Schnipsel und so)

Linke Manteltasche:
  • Ein Lederhandschuh, der an die linke Hand gehört
  • Ein Brief von 'ner Krankenkasse
  • Ein Flyer vom Cube11, in dem heute die Abifete ist
  • Meine Geldbörse (ich weiß gerade nicht sicher, wie man Portmonä schreibt)
  • Ein grüner Luftballon aus Salzburg, aus dem ich Helium gesogen hab
  • Ein Einkaufszettel meiner Mama
  • Ein Glückchen
  • Ein Kronkorken
  • Müll

Rechte Innentasche:
  • Nix! Absolut leer, das Ding! Das muss ich auch mal ändern.

Linke Innentasche:
  • Sheepworldtaschentücher
  • 6 Glöcken
  • Kondome - selber Grund wie bei der Rose


Puuh, das war schon Arbeit. Eine halbe Stunde hat das jetzt schon gedauert. Aber ich bin fertig. Und endlich darf ich die Frage stellen:

"Wozu der ganze Mist?"

Und meine Antwort wird sein:

"Das ist alles kein Mist. Dieser Mantel birgt Erinnerungen und beinhaltet das, was man einfach am Dringendsten braucht. Und dazu ist einfach noch so viel Zeug dabei, das einfach den Tag versüßt. Eine Zeit lang hatte ich sogar in der linken Manteltasche noch eine Krawatte dabei. Man weiß ja schließlich nie."


Ich finde es nicht schlimm, so viel mit mir herumzuschleppen. Ganz im Gegenteil: Ich finde es gut! Denn nicht zuletzt macht es einen schon interessant, wenn man aus einer der Taschen etwas zaubern kann, wovon andere nicht gerechnet haben, dass man es hat.

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